Initiative Schmerzlos

Ärzte decken auf: Die größten Mythen rund um Kopfschmerzen und Migräne

Ärzte decken auf: Die größten Mythen rund um Kopfschmerzen und Migräne
Wer Kopfschmerzen hat, braucht eine (neue) Brille / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/120625 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Initiative Schmerzlos"

Heidelberg (ots) -

Nicht nur Erwachsene sondern gerade auch immer mehr Kinder und 
Jugendliche leiden unter Kopfschmerzen und Migräne. Untersuchungen 
haben gezeigt, dass über 80 % der 12- bis 19-Jährigen in den 
zurückliegenden sechs Monaten unter Kopfschmerzen litten.* Doch 
Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen. Es gibt viele 
verschiedene Formen mit unterschiedlichen Ursachen und Symptomen. So 
verwundert es nicht, dass die Erkrankung wie kaum eine andere von 
Mythen und Legenden umrankt ist, was ihre Ursachen, Auswirkungen oder
auch die Vorbeugung betrifft.

Was ist wirklich dran?

Wenn Kinder und Jugendliche Schmerzen haben, stellt sich für Eltern 
die Frage, was wirklich hilft. Welches Gerücht stimmt und welches 
Humbug ist, darüber klären die Experten der Initiative Schmerzlos 
auf:

1.  Machen Haltungsschäden vom Smartphone-Dauergebrauch 
Kopfschmerzen?
Dr. med. Raymund Pothmann: "Haltungsschäden führen nur in 
Ausnahmefällen zu Kopfschmerzen. Es ist auch nicht bewiesen, dass ein
übermäßiger Gebrauch von Smartphone, Tablet & Co. Kopfschmerzen 
verursachen kann. Allerdings besteht ein Zusammenhang zwischen 
Spannungskopfschmerzen und häufigem Einsatz von Smartphones etc., 
Hintergrund ist hierbei auch, dass sich Kinder und Jugendliche mit 
häufigem Smartphone-Gebrauch weniger bewegen."

2.  Kopfschmerzen durch zu wenig Schlaf
Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers: "Man hat schlecht geschlafen, 
fühlt sich schlapp und elend - und dann kommen auch noch 
Kopfschmerzen. Doch normalerweise führt zu wenig Schlaf nicht direkt 
zu einem dröhnenden Schädel. Vielmehr können andere Probleme beim 
Schlafen dahinter stecken: Viele Menschen mit einem 
Schlaf-Apnoe-Syndrom leiden unter morgendlichen Kopfschmerzen, auch 
wenn sie genügend geschlafen haben. Auch nächtliches Zähneknirschen 
kann zu Kopfschmerzen am Morgen führen. Ein besonderer Kopfschmerz 
tritt auf, wenn man nachts zu viel Kohlendioxid einatmet, z. B. weil 
man die Decke über dem Kopf hatte. Dieser Kopfschmerz hat auch einen 
eigenen Namen: Schildkröten-Kopfschmerz."

3.  Kopfweh durch zu viel Kaffee?
Dr. med. Raymund Pothmann: "Tatsächlich verhält es sich eher 
umgekehrt: Wer an Wochentagen viel Kaffee trinkt und am Wochenende 
damit eine Pause macht, kann durch den Koffein-Entzug Kopfschmerzen 
bekommen. Der Genuss von täglich ½-1 Liter eines Cola-Getränks 
begünstigt aber auch chronische Kopfschmerzen bei einer 
zugrundeliegenden Veranlagung. Nur selten werden Kopfschmerzen 
ansonsten durch den Genuss von Lebensmitteln verursacht. Meist 
bekommen Menschen mit einer Veranlagung für Kopfschmerzen (z. B. 
Migränepatienten) durch Lebensmittel Kopfschmerzattacken. Dies gilt 
z. B. für chinesisches Essen und Chips, wenn sie viel Glutamat 
enthalten."

4.  Schmerz erfüllt als Warnsignal immer einen Zweck.
Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers: "Akuter Schmerz ist häufig ein
Warnsignal und wichtig für unser Überleben. Es gibt aber chronische 
Schmerzerkrankungen, bei denen der Schmerz keine Warnfunktion mehr 
hat. Dann erfüllt der Schmerz keinen Zweck mehr, sondern 
beeinträchtigt die Lebensqualität."

5.  Bei Vollmond kommt es häufiger zu Kopfschmerzen.
Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers: "Der Vollmond wird für viele 
Störungen verantwortlich gemacht, nicht nur für Schlafstörungen. Es 
gibt inzwischen mehrere große Studien, die den Einfluss des Vollmonds
auf sogenannte subjektive Symptome untersucht haben, die wie z. B. 
Schmerzen oder Müdigkeit nur vom Patient wahrgenommen werden. Dabei 
konnte kein Einfluss des Vollmondes auf das Auftreten von 
Kopfschmerzen gefunden werden."

6.  Die Pille macht Kopfschmerzen.
Dr. med. Astrid Gendolla: "Jugendliche Frauen werden häufig vor der 
ersten Einnahme darauf hingewiesen, dass die Pille zu Kopfschmerzen 
führen kann. Grundsätzlich verursacht die Einnahme der Pille aber 
keine Kopfschmerzen. Nur wenn Frauen eine Veranlagung zu Migräne 
haben, kann eine Einnahme die Migräne  an Intensität und Häufigkeit 
verstärken. Außerdem kann es durch die Pille vermehrt zu 
Sehstörungen, einer sogenannten Migräneaura, kommen. Es gibt aber 
auch den umgekehrten Fall, dass Frauen mit Migräne von der Pille 
profitieren. Leider kann dies nicht vorhergesagt werden, sodass 
einfach ausprobiert werden muss, zu welchem Typ man gehört."

7.  Eine Migräne ist doch auch nichts anderes als stärkere 
Kopfschmerzen, oder?
Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers: "Migräne ist eine komplexe, 
angeborene neurologische Erkrankung, bei der es zu Kopfschmerzen, 
aber auch zu anderen Symptomen kommt. Diese reichen von einer 
unspezifischen Veränderung der Stimmung bis hin zu neurologischen 
Ausfallerscheinungen. Es gibt sogar auch Migräne, die ganz ohne 
Kopfschmerzen auftritt."

8.  Kopfschmerzen sind eine Folge von Vergiftungen
Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers: "Vergiftungen gehen nur sehr 
selten mit Kopfschmerzen einher. Oft wird z. B. Amalgam, das als 
Zahnfüllungsmaterial bekannt ist, als Verursacher von Kopfschmerzen 
beschuldigt. Hier haben große Feldstudien aber keinen Zusammenhang 
gezeigt. Ein anderer Fall ist es, wenn bestimmte Stoffe unmittelbar 
Kopfschmerzen auslösen. So kann das Einatmen von Lösungsmitteln z. B.
Attacken des eher seltenen, aber umso schmerzhafteren 
Clusterkopfschmerzes auslösen."

9.  Wer Kopfschmerzen hat, braucht eine (neue) Brille.
Dr. med. Astrid Gendolla: "Oft denken Eltern, dass ihre Kinder 
schlecht sehen, wenn sie über Kopfschmerzen klagen. Dies ist aber nur
in Ausnahmefällen so, und nur für die Kurzsichtigkeit auch belegt. 
Auf keinen Fall sollte man wegen Kopfschmerzen einfach neue Brillen 
ausprobieren oder zum Optiker gehen. Nur eine augenärztliche 
Untersuchung kann klären, ob wirklich Sehstörungen hinter den 
Kopfschmerzen stecken."

10. Hoher Blutdruck macht Kopfschmerzen.
Dr. med. Astrid Gendolla: "So naheliegend dieser Gedanke auch ist, so
ist er aus wissenschaftlicher Sicht doch falsch. Ein systolischer 
Blutdruck (der erste Wert im Zahlenpaar) bis zu 200 mmHg führt nicht 
zu Kopfschmerzen und wird im Allgemeinen ohne Beschwerden toleriert. 
Daher ist es wichtig, regelmäßig den Blutdruck zu messen, denn man 
selbst merkt einen erhöhten Blutdruck häufig nicht. Nur wenn der 
Blutdruck krisenhaft systolisch auf über 200 mmHg ansteigt, kann er 
zu Kopfschmerzen führen, dann treten aber häufig neben den 
Kopfschmerzen auch noch andere Symptome auf."




Initiative Schmerzlos klärt Eltern und Erziehungsberechtigte auf

An Informationen und Angeboten, die speziell auf die Bedürfnisse von 
Jugendlichen mit Kopfschmerzen eingehen, mangelt es gegenwärtig in 
Deutschland. Aus diesem Grund wurde im September 2013 von RB 
Deutschland die Initiative Schmerzlos ins Leben gerufen. Sie klärt 
über unterschiedliche Schmerzarten bei Jugendlichen und deren 
altersgerechte Behandlungsoptionen, nicht medikamentöse und 
medikamentöse, auf. Darüber hinaus informiert die Initiative über 
Möglichkeiten der Prävention. Unterstützt wird die Initiative dabei 
von namhaften Experten, die auf die Behandlung von Schmerzen 
spezialisiert sind: Prof. Dr. med. Dr. phil. Stefan Evers 
(Generalsekretär der International Headache Society, Professor an der
Universität Münster und Chefarzt der Neurologischen Klinik im 
Krankenhaus Lindenbrunn in Coppenbrügge), Dr. med. Astrid Gendolla 
(Neurologin, Psychotherapeutin und Schmerztherapeutin aus Essen) und 
Dr. med. Raymund Pothmann (Pädiater und Kinderneurologe, Leiter des 
Zentrums Integrative Kinderschmerztherapie und Palliativmedizin in 
Hamburg). Auf der Webseite ist auch der Blog der ersten Stipendiatin,
Dr. med. Alexandra Albat, integriert: www.initiative-schmerzlos.de.

(*) R. von Kries, F. Heinen, A. Straube. MUKIS: Münchner Untersuchung
zu Kopfschmerzen bei Gymnasiasten - Interventionsstudie. Erste 
Ergebnisse der MUKIS-Erstbefragung. LMU 
Ludwig-Maximilians-Universität München. Stand: Juli 2012.

Über RB:

RB (Reckitt Benckiser) ist das weltweit führende Unternehmen im 
Bereich Consumer Health und Hygiene. Das Unternehmen besitzt 
operative Gesellschaften in über 60 Ländern mit Hauptsitzen in 
London, Dubai und Amsterdam und vertreibt seine Produkte in fast 200 
Ländern. Weltweit beschäftigt RB etwa 37.000 Mitarbeiter.

Mit dem Ziel, innovative Lösungen für ein gesünderes Leben und ein 
glücklicheres Zuhause zu liefern, gehört RB zu den Top 20 Unternehmen
der London Stock Exchange. Heute ist RB dank seiner herausragenden 
Innovationskraft weltweit die Nummer 1 oder Nummer 2 in den meisten 
seiner schnell wachsenden Marktsegmente. Das Portfolio aus den 
Bereichen Gesundheit, Hygiene und Haushalt wird angeführt von den 19 
weltweiten Powerbrands wie Nurofen, Dobendan, Gaviscon, Durex, 
Scholl, Clearasil, Sagrotan, Veet, Cillit Bang, Finish, Vanish, 
Calgon, Air Wick und Woolite. 80 Prozent aller Einkünfte entstammen 
den Health- und Hygiene-Segmenten des Portfolios.

Dank einer neuen Generation talentierter Mitarbeiter, bei denen sich 
intellektuelle Neugierde mit einer Verpflichtung für höchste 
Qualitätsansprüche vermischt, ist RB bereit, die Welt der Consumer 
Health und Hygiene neu zu definieren. Die Grundlage des 
Unternehmenserfolges von RB stellen Mitarbeiter und Firmenkultur. 
Unsere Mitarbeiter zeichnen sich durch ein hohes Maß an 
Eigeninitiative und unternehmerisches Denken aus, sie wollen etwas 
bewegen und erhalten dazu bei RB alle Möglichkeiten. Sie scheuen sich
nicht davor, Verantwortung zu übernehmen und über sich hinaus zu 
wachsen. Dies zeigt sich überdies im Bereich der Nachhaltigkeit, wo 
das Unternehmen sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2020 sowohl den 
Verbrauch von Wasser als auch den CO2-Ausstoß um jeweils ein Drittel 
zu reduzieren und ein Drittel seines Nettoumsatzes aus nachhaltigen 
Produkten zu erwirtschaften. Darüber hinaus ist RB der größte 
weltweite Partner aus der FMCG-Branche der gemeinnützigen 
Kinderrechtsorganisation Save the Children, wobei sich beide Partner 
zum Ziel gesetzt haben, Durchfallerkrankungen als zweithäufigste 
Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren, gemeinsam merklich zu 
reduzieren. Insgesamt will RB 200 Millionen Menschen erreichen und 
ihr Verhalten in den Bereichen Gesundheit und Hygiene verbessern.

Weitere Informationen finden sich auf www.rb.com/de 

Pressekontakt:

Pressebüro Initiative Schmerzlos
c/o FleishmanHillard Germany GmbH | Hanauer Landstraße 182 A |
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T +49 (0)69-40-57-02-324 | F +49 (0)69-94-41-13-26
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