Rettet die Stille

Tag des Lärms: Die neue Initiative "Rettet die Stille" fordert strengere Lärmschutzrichtlinien für Motorräder und Sportflugzeuge in Erholungs- und Wohngebieten
Dachverband für Lärmschutz geplant

Freiburg (ots) - Ausgehend vom Land Baden-Württemberg strebt die Initiative "Rettet die Stille" die Gründung eines Bundesverbands an, der sich für einen wirksameren Lärmschutz in Erholungs- und Wohngebieten einsetzt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf motorisierten Sportgeräten, von deren Betrieb nur wenige Personen profitieren, deren Lärmemissionen aber eine große Anzahl von Menschen belästigen. Ziel der Initiative ist es, ein Dach für die vielen lokalen und regionalen Lärmschutzgruppen zu bieten und eine Lobby für den Lärmschutz zu bilden.

Dass man Lärm eines Tages "ebenso unerbittlich wird bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest", hat Nobelpreisträger Robert Koch bereits im Jahr 1905 prophezeit. Lärm beeinträchtigt das Wohlbefinden des Menschen und macht krank. Zermürbend und schwer gesundheitsgefährdend ist Lärm dann, wenn man ihm nicht entweichen kann, nicht einmal in Erholungs- oder Wohngebieten.

Fahrer von hochtourigen oder auf Lautstärke getunten Zweirädern können ein ganzes Erholungsgebiet dauerhaft abwerten. Die aufgrund der kostengünstigen Leichtflugzeuge stetig zunehmende Sportfliegerei bedeckt mit ihren Flug- bzw. Motorengeräuschen ganze Landstriche mit einem unangenehmen Lärmteppich, welcher aufgrund der oft kreisenden Flugbahnen und der langsamen Geschwindigkeit für Minuten anhält, bis der nächste Sportflieger kommt.

Die in vielen Bundesländern angewandte Freizeitlärm-Richtlinie regelt nur Lärmgrenzen für stationäre Freizeitanlagen. Bei mobilen Freizeit-Lärmquellen ist sie wirkungslos, insbesondere bei motorisierten Sportgeräten wie Motorrädern, Privat- und Leichtflugzeugen, Gyrocoptern, Motorbooten oder auch Sportwagen, deren Auspuffanlagen ähnlich wie bei Motorrädern oft absichtlich auf "satten" Sound getunt werden.

Die Initiative "Rettet die Stille" setzt sich dafür ein, dass der technische Fortschritt in der Lärmvermeidung in eine kontinuierlich strengere Gesetzgebung mündet und insbesondere die ruhesensiblen Zeiten an Wochenend- und Feiertagen sowie die Mittags- und Feierabendzeit vom motorisierten Sportlärm freigehalten werden. Mehr Schutz vor motorisiertem Sportlärm könnte z.B. jetzt auch in die baden-württembergische Koalitionsvereinbarung einfließen.

Ausdrücklich wendet sich die Initiative nicht gegen Kinderspielplätze, Kinderlärm oder ähnlich gesellschaftlich akzeptierte Lärmquellen.

Die Website der Initiative ist www.rettet-die-stille.de.

Pressekontakt:

"Rettet die Stille"
Kristian Raue
Telefon: 0761-888755-20
info@rettet-die-stille.de
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