Initiative nazifreies Recht

Auch Philosoph Michael Schmidt-Salomon unterstützt "Initiative nazifreies Recht"

Berlin (ots) - Die im März 2016 ins Leben gerufene "Initiative nazifreies Recht" freut sich über einen neuen prominenten Schirmherren: Philosoph Michael Schmidt-Salomon, Mitbegründer und Vorstandssprecher der Giordano Bruno-Stiftung.

Nach Dr. Ludger Volmer, ehemaliger Staatsminister im Auswärtigen Amt (1998 bis 2002), Parteivorsitzender der Grünen und Mitglied des Bundestags zwischen 1985 und 2005, ist Dr. Michael Schmidt-Salomon unser zweiter Schirmherr, der sich gegen Nazireste im deutschen Recht engagiert.

Schmidt-Salomon ist Mitbegründer und Vorstandssprecher der renommierten Giordano Bruno-Stiftung und Autor der Bücher "Jenseits von Gut und Böse - Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind", "Keine Macht den Doofen. Eine Streitschrift" und "Manifest des evolutionären Humanismus". Darüber hinaus ist Schmidt-Salomon Aktivist, Musiker und Kinderbuchautor.

In seinem für uns verfassten Essay "Fritz Bauers Vermächtnis - die Entnazifizierung des Rechts" über den Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (1903 - 1968), ohne den der erste Ausschwitz-Prozess niemals stattgefunden hätte und der den entscheidenden Hinweis zur Ergreifung Adolf Eichmanns an den Mossad weitergab, schreibt Dr. Schmidt-Salomon:

"Ich bin überzeugt, Fritz Bauer hätte die ,Initiative für nazifreies Recht´ mit großem Engagement unterstützt, greift sie doch das zentrale Anliegen auf, das sein Denken und Handeln bestimmte. Wer sich mit seiner Biographie beschäftigt hat, weiß, dass Bauer die Täter des Dritten Reichs nicht deshalb vor Gericht stellte, weil er sich als ,linker, jüdischer Dissident´ an ihnen rächen wollte, sondern um die normativen Grundlagen zu stärken, die für ein menschenwürdiges Zusammenleben erforderlich sind."

Ob Nötigung, Untreue, Erpressung, Vollrausch oder Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort - in vielen gängigen Paragrafen unseres Rechts stecken bis heute Reste nationalsozialistischer Gesetzgebung, die von Hitler und seinen "furchtbaren Juristen" dort verankert wurden, um dem Regime die Verfolgung und Unterdrückung von Gegnern zu erleichtern. Die "Initiative nazifreies Recht" der Berliner Rechtsanwältin Dagmar von Stralendorff spürt diese Überbleibsel aus der NS-Diktatur auf und dokumentiert ihre Anwendung bis in die Gegenwart.

Link zur Website: www.ich-bin-dafuer.org

Dagmar von Stralendorff: "Ich freue mich sehr, dass der Initiator der ,Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung´ sich uns angeschlossen hat. Es zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Pressekontakt:

Initiative nazifreies Recht - Rechtsanwältin Dagmar von Stralendorff,
Winkler Straße 22e, 14193 Berlin, Tel.: +49 30 520042474, E-Mail:
kontakt@ich-bin-dafuer.org; Website: www.ich-bin-dafuer.org
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