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Verwaltungsräte immer noch ohne ausreichende Schlüsselkompetenzen im Umgang mit der digitalen Disruption laut einer Studie von Amrop

Brüssel (ots/PRNewswire) - Digitales Know-how hält zunehmend Einzug in die Führungsebenen (CDOs, CIOs, CTOs). Vor diesem Hintergrund untersuchte Amrop die digitalen Kompetenzen der Führungsebenen der 110 größten börsennotierten Unternehmen aus 11 Ländern (in Europa und den USA) sowie den professionellen Hintergrund von 1280 nicht am Management beteiligten Direktoren (NED's).

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Hauptergebnisse

- 36 % der Verwaltungsratsmitglieder in technologischen Unternehmen 
  verfügen über digitale Kompetenzen. Finnland stellt den größten 
  Prozentsatz, Frankreich den geringsten. Die USA befinden sich an 
  drittletzter Stelle. "Arbeitnehmervertreter" machen 23 % der 
  technischen/digitalen Kompetenzen aus.
- 5 % der Verwaltungsratsmitglieder in nicht technologischen 
  Unternehmen verfügen über digitale Kompetenzen. Dänemark und 
  Spanien belegen den letzten Platz (2 %), Schweden den ersten (8 %).
- Bereiche, in denen die Digitalisierung eine wesentliche Rolle 
  spielt, sind unzureichend ausgestattet. Konsumgüter und Handel (5 
  %), Finanzdienstleistungen (4 %) und Life Sciences (7 %) sind 
  auffallend gering mit digitalen Profilen in den Verwaltungsräten 
  vertreten.
- Finanzielle Kompetenzen treten dreimal häufiger auf als digitale 
  Kompetenzen. Außerhalb des Finanzdienstleistungssektors weisen 16 %
  der Verwaltungsratsmitglieder finanzielle Kompetenzen auf.
- Nur vier börsennotierte Unternehmen haben ein offizielles Komitee 
  für technologische und digitale Belange. Nominierungsausschüsse 
  spielen eine wesentliche Rolle. 

Die von Amrop mit ausgewählten Verwaltungsratsmitgliedern durchgeführten Interviews ergaben folgende Einblicke:

Digitale Disruption und Innovation verlangen Vorbilder and Katalysatoren

Digitale Verwaltungsratsmitglieder spielen genau diese Rolle. Sie schaffen Innovation, neue Geschäftsmodelle sowie neue Partnerschaften und bringen neues Führungstalent ein.

Digitale Transformation und Online-Sicherheitsrisiken gehen Hand in Hand

Online-Sicherheit ist eine Priorität für Verwaltungsräte, ein umfassendes Verständnis fehlt jedoch. Sicherheitslücken verursachen Schäden an der IT-Infrastruktur, den Unternehmensfinanzen und dem Ruf des Unternehmens, während schnelle Innovationen in den Bereichen "Cloud Computing", Datenaggregation, mobiler Technologie und in den sozialen Medien stattfinden.

Digitalisierung und Disruption verlangen eine risikotolerante Kultur

Wenn sie nicht an Bedeutung verlieren wollen, dann müssen Verwaltungsräte Risikokultur und Risikobudget im Lichte der digitalen Evolution beurteilen.

Der digitale Weg wird Schritt für Schritt verfolgt

Viele Verwaltungsratsmitglieder setzen ihre Prioritäten auf Prozessvereinfachungen und die Optimierung von bestehenden IT-Systemen. Einige, aber lange nicht alle, sind daran ihre Strategien auf neue digitale Dienstleistungen und Produkte auszurichten. Dabei sind eine effiziente Umsetzung und die Interkation mit Kunden von grosser Bedeutung.

Verwaltungsräte erbringen nicht die erforderliche Leistung, so die Verwaltungsratspräsidenten

Digitale Transformation wird häufig von unten durch die IT- und/oder die Finanzabteilung vorangetrieben. Verwaltungsräte müssen trotzdem die Führung übernehmen und die Strategieplanung, die Unternehmensleitung und das operative Geschäft miteinander verbinden.

Digitale Investitionen sind ein Balanceakt

Unternehmen investieren sowohl in digitale Sicherheit als auch in Serviceinnovation. Sicherheitsfragen beschäftigen viele Verwaltungsratsmitglieder, wenn es um die digitale Transformation geht. Entsprechende Chancen und Risiken werden einander gegenübergestellt.

Digitale Verwaltungsratsmitglieder benötigen Legitimation

Die besten Player sind "erfahren in großangelegten IT- und Kulturtransformationen und bringen internationale Führungsstärke und ausreichend Verwaltungsratserfahrung mit, um den Status Quo herauszufordern.

Niels Bentzen, Global Leader der Technology & Media Practice Group von Amrop erklärt: "Die digitale Repräsentation in Verwaltungsräten steckt noch in den Kinderschuhen. Wir erwarten einen erheblichen Zuwachs in den nächsten drei Jahren. Die Verwaltungsratszusammensetzung muss sich entwickeln und neue, oft ungewöhnliche Profile integrieren."

Über Amrop   Amrop ist mit 83 Büros in 57 Ländern eine der weltweit 
größten Executive Search Partnerschaften.  http://www.amrop.com
Ansprechpartner:    Niels Bentzen  Global Practice Group Leader, 
Technology & Media, Amrop  Durchwahl: +45(0)33-14-01-55    Bericht 
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