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Plattenverkäufe: Amy Winehouse überragt alle

    Baden-Baden (ots) - Amy Winehouse gehört zu den polarisierenden Persönlichkeiten im Showgeschäft. Unbestritten sind ihre Erfolge als Sängerin. So verkaufte kein anderer Act in Deutschland zwischen Januar und August 2008 zusammengerechnet mehr Singles und Alben im stationären Handel oder in Download-Shops als Winehouse. Das teilt media control mit.

    Hinter der Britin folgt ein Dreierpack deutscher Musiker. Platz zwei belegen Annette Humpe und Adel Tawil, besser bekannt als Ich + Ich. Die Ärzte holen Bronze. Dank eines fulminanten Comebacks geht Rang vier an Udo Lindenberg. Coldplay und Shooting-Star Paul Potts folgen an fünfter und sechster Stelle. Die deutsche Schlagersängerin Helene Fischer landet im Ranking auf der Sieben; noch vor Leona Lewis, Madonna und Duffy.

    Äußerst unterschiedlich war bei den einzelnen Künstlern das Verhältnis zwischen physischen und digitalen Verkäufen gemessen an den Stückzahlen. Während Kunden die Musik der 25-jährigen Winehouse hauptsächlich im Geschäft kauften, dominierte bei Leona Lewis der Download-Absatz.

    Zusammengerechnet rund 68 Prozent aller Winehouse-CDs, egal ob Singles oder Alben, kauften ihre Fans seit Jahresbeginn 2008 im Geschäft. 32 Prozent entfielen auf legale Musikdownloads. Bei Lewis, die besonders mit der Single "Bleeding Love" erfolgreich war, betrug das Verhältnis 51 Prozent Downloadverkäufe zu 49 Prozent physischer Absätze. Unter den Top-Acts schlug einzig bei Lewis das Pendel zugunsten der Downloads aus. Praktisch ausgeglichen war das Verhältnis der Absatzzahlen bei Duffy und Madonna.

    Dagegen spielten Downloads bei Helene Fischer eine untergeordnete Rolle: 88 Prozent ihrer Platten wurden im stationären Handel oder über E-Commerce-Plattformen erworben. Lediglich 12 Prozent wurden direkt heruntergeladen. Auch Ärzte-CDs sind eher in heimischen Regalen zu finden als auf Festplatten. Die Aufteilung betrug etwa 76 zu 24 Prozent. Udo Lindenbergs Tonträger - überwiegend sein Album "Stark wie zwei" - gingen zu 75 Prozent über echte Ladentheken.

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