University of Chicago

Die Pearson Family Foundation schenkt der University of Chicago $ 100 Millionen für die Gründung eines neuen Instituts zur Untersuchung globaler Konflikte der Neuzeit

Chicago (ots/PRNewswire) - Mit dieser richtungsweisenden Schenkung werden das The Pearson Institute for the Study and Resolution of Global Conflicts und The Pearson Global Forum an der Harris School of Public Policy gegründet

In einer Zeit, in der Gewalt weltweit zunimmt, und in der Kriege und politische Verfolgung die größten Flüchtlingsbewegungen seit dem 2. Weltkrieg ausgelöst haben, hat die University of Chicago eine Schenkung in Höhe von $ 100 Millionen für die Gründung des ersten Forschungsinstitutes und eines damit verbundenen jährlichen Forums erhalten, die sich ausschließlich der Untersuchung und Lösung globaler Konflikte widmen.

Diese richtungsweisende Schenkung der The Thomas L. Pearson and The Pearson Family Members Foundation ("The Pearson Family Foundation") ist gleich groß, wie die zweithöchste Schenkung in der Geschichte der Universität.

Die Schenkung wurde heute Morgen in der Mandel Hall der Universität vom Präsidenten der University of Chicago, Robert J. Zimmer, vor einem begeisterten Publikum aus über 1,100 Mitgliedern des Lehrkörpers, Studenten, ehemaligen Studenten, Trustees und Honoratioren angekündigt.

Richard N. Haass, President des Council on Foreign Relations und Experte in US-Außenpolitik, der für seine Bemühungen zur Förderung des internationalen Friedens und für Konfliktlösungen bekannt ist, sprach nach der Rede Zimmers über die Bedeutung des Verstehens von Konflikten zwischen und innerhalb von Staaten und die Schritte, die zum Rückgang deren Häufigkeit, Intensität und Dauer führten.

Die $ 100-Millionen-Schenkung an die Universität erfolgte auf Anweisung von Thomas L. Pearson und Timothy R. Pearson, Chairman und President bzw. CEO der The Pearson Family Foundation. Die Pearsons sind Unternehmer, Investoren und Philanthropen, die seit langem an der Lösung globaler Auseinandersetzungen und Konflikte interessiert sind.

"Eine transformative Schenkung"

"Die University of Chicago ist der Familie Pearson für diese transformative Schenkung zu tiefstem Dank verpflichtet. Mit dieser großzügigen Zuwendung werden das The Pearson Institute for the Study and Resolution of Global Conflicts und The Pearson Global Forum geschaffen, womit ein wichtiger und bisher einmaliger Schritt zur Beschäftigung mit dem neuen Zeitalter gewaltsamer Konflikte erfolgt", sagte Zimmer.

"Die direkte Verwendung von Analyse und Verstehen zur Verbesserung des Lebens ist ein dauerhaftes Engagement der University of Chicago", fügte Zimmer hinzu. "Dies ist insofern wichtig, als das Studium globaler Konflikte ein Bereich ist, der einen bahnbrechenden Ansatz erfordert. Das The Pearson Institute wird sich bemühen, effektivere politische Lösungen für die Bewältigung gewaltsamer Konflikte zu finden, die dauerhafte Auswirkungen in der gesamten Welt haben werden."

Die schwierigsten Probleme der Gesellschaft

Thomas L. Pearson erklärte: "Unsere Wahl der University of Chicago für diese Schenkung bestätigt unsere Einstellung, dass die Universität in ihrer Geschichte ein Umfeld geschaffen hat, in dem gründliches Studium erfolgreich auf die schwierigsten Probleme der Gesellschaft angewandt wird. Ebenso bestätigt dies unsere Einstellung, dass nichtstaatliche Konflikte, von Drogenkartellen bis hin zu aufständischen Gruppen, wie ISIS, zunehmend die wichtigste außenpolitische Herausforderung unserer Zeit darstellen."

"Das Wichtigste ist, jetzt neue Strategien zu identifizieren, die sich des Spektrums der in gewaltsamen Konflikten engagierten Organisationen annehmen, von globalen Supermächten, bis hin zu staatlichen, substaatlichen und nicht stattlichen Gruppen. Die Lösungen des Kalten Krieges alleine sind im heutigen Umfeld globaler Konflikte nicht ausreichend effektiv, die eine komplexe Interaktion militärischer, wirtschaftlicher, politischer und kulturelle Faktoren erfordern", sagte Thomas Pearson.

In diesem Jahr wurden mehr Menschen vertrieben, wie z. B. jene, die aus den Kriegsgebieten Syriens fliehen, als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt seit dem 2. Weltkrieg. Dies hat zu einer weltweiten humanitären Krise geführt. Die Schätzungen der UN zeigen, dass alleine im Jahr 2014 ca. 13,9 Millionen Menschen aufgrund von Konflikten und Verfolgung neu vertrieben wurden und dass einer unter 122 Menschen in der Welt, insgesamt also 59,5 Millionen, entweder ein Flüchtling ist, Asyl beantragt hat oder innerhalb des eigenen Landes vertrieben wurde, fügte Thomas Pearson hinzu.

Das Institut füllt eine kritische Lücke bei der Identifizierung neuer Strategien

"Aufgrund des festen Glaubens von Chicago Harris an die Macht von anspruchsvoller, quantitativer Forschung sind wir überzeugt, dass das The Pearson Institute eine kritische Lücke bei der Identifizierung neuer Strategien schließt, die in innovativer und datengestützter Forschung verwurzelt sind und die eine treibende Kraft bei der Transformation unseres Verständnisses von und Ansatzes bei globalen Konflikten sein werden", sagte Daniel Diermeier, Dekan der Harris School of Public Policy.

"Das The Pearson Institute wird auf dem Prinzip aufbauen, dass das neue Zeitalter gewaltsamer Konflikte neue, datengestützte, analytische Ansätze erfordert, mit denen bessere Informationen für politische Lösungen bereitgestellt werden können. Die Ziele des The Pearson Institute wird auf jeden Fall die Verwendung der bahnbrechenden quantitativen Werkzeuge der Universität in den Sozialwissenschaften einschließen", sagte Diermeier.

Das The Pearson Institute, welches in der Harris School of Public Policy untergebracht ist, wird sich nach Aussage Diermeiers auf die Beschäftigung mit drei Hauptbereichen konzentrieren: (1) Forschung, die das Verstehen, die Vermeidung und Lösung von gewaltsamen Konflikten fördert, (2) Engagement in der Form jährlicher Einladungen der internationalen politischen und akademischen Gemeinschaft, um neue, evidenzbasierte Ansätze und Vorgehensweisen zur Reduzierung globaler Konflikte zu erkennen, (3) Ausbildung der nächsten Generation von Wissenschaftlern und Praktikern mithilfe neuer Kurse und Programme, die alle darauf ausgerichtet sind, die Lösung von Konflikten zu unterstützen und Informationen für effektivere Vorgehensweisen zu liefern.

Lehrstühle an der Harris School, der Fakultätsleiter des The Pearson Institute

Im Rahmen der $ 100-Millionen-Schenkung der Familie Pearson wird die Universität vier nach ihr benannte Lehrstühle an der Harris School einrichten: The Reverend Dr. Richard L. Pearson Professor of Global Conflicts Studies, The Ramalee E. Pearson Professor of Global Conflict Studies, The Philip K. Pearson Professor of Global Conflict Studies und The David L. Pearson Professor of Global Conflict Studies. Der Fakultätsleiter des The Pearson Institute wird ein bekannter Wissenschaftler werden, der auch den ersten der genannten Lehrstühle übernimmt.

Alle der vier genannten Professuren sind mit Berufungen an das The Pearson Institute for the Study and Resolution of Global Conflicts verbunden.

Angesichts des Umfanges dieser bedeutenden Schenkung wird die Universität zusätzlich ein Pearson Fellows Programm für Masterstudenten in Public Policy und Pearson Scholars für Doktoranden einführen, die in diesen besonderen wissenschaftlichen Gebieten tätig sind.

Das The Pearson Global Forum

Das The Pearson Institute wird jedes Jahr führende internationale politische Meinungsbildner und Wissenschaftler zum The Global Pearson Forum einladen, um Teilnehmer aus unterschiedlichen Sektoren zusammenzubringen, die sich globaler Konflikte annehmen, und um einen regelmäßigen Gedankenaustausch sicherzustellen sowie das Potenzial positiver Veränderungen zu maximieren. Zusätzlich zu der geplanten jährlichen Versammlung wird das The Pearson Global Forum evidenzbasierte Strategien anerkennen, die globale Konflikte reduzieren, und es wird Konferenzen und damit verbundene Veranstaltungen ausrichten, auf denen die Forschungserkenntnisse des The Pearson Institute zur Konfliktlösung vorgestellt werden.

Das gemeinsame Ziel des The Pearson Institute und des The Pearson Global Forum ist es, als Impulsgeber für das Verständnis der Auslöser von Konflikten zu dienen, und effektive, bahnbrechende Informationen für neue Strategien zu entwickeln, die zur Lösung von Konflikten führen.

Ein schwieriger, langer Weg

Timothy R. Pearson sagte: "Wir wissen, dass die Suche des The Pearson Institute nach neuen Wegen zum Studium und Verständnis globaler Konflikte, um nennenswerte und vernünftige Auswirkungen zu erzielen, Informationen für Strategien zu liefern und diese Erkenntnisse durch das The Pearson Global Forum zugängig zu machen, sehr schwierig sein wird."

Er erklärte: "Aber die Mission, einen Beitrag zum Frieden der globalen Gesellschaft durch die Entwicklung innovativer Strategien und die Einladung führender Wissenschaftler und politischer Meinungsbildner aus der gesamten Weit zu leisten, kann einen enormen Unterschied im Leben von Millionen Menschen ausmachen. Alle, die interessiert sind, die Welt zu verändern, in der wir leben, sind herzlich eingeladen, sich uns anzuschließen"..

The Thomas L. Pearson and The Pearson Family Members Foundation

Die The Thomas L. Pearson and The Pearson Family Members Foundation unterstützt mit den in den USA ansässigen, privaten philanthropischen Programmen das Studium und die Lösung von weltweiten Konflikten. Diese Mission spiegelt das Vermächtnis von Rev. Dr. Richard L. und Ramalee E. Pearson wider, und wird mit dem dauerhaften Engagement der Familie Pearson kombiniert, die globale Gesellschaft zu verändern, in der wir leben. Als globaler Wohltäter des Friedensnobelpreiszentrums und des Friedensnobelpreiskonzertes in Oslo hat die Familie Pearson ihr Interesse an der Lösung weltweiter Auseinandersetzungen und Konflikte bewiesen.

University of Chicago

Die University of Chicago ist eine der weltweit führenden akademischen Forschungsinstitutionen, die seit ihrer Gründung im Jahr 1890 ein Vorreiter bei neuen Wegen des Denkens ist. Im Rahmen ihres Engagements für freie, sorgfältige und offene Untersuchungen der schwierigsten Probleme der Welt verfolgen die Wissenschaftler der UChicago einen interdisziplinären Ansatz, der sich von den Künsten über das Ingenieurwesen und die Medizin bis hin zur Bildung erstreckt, und sie haben in der ganzen Welt an der Entwicklung neuer Forschungsbereiche gearbeitet. Mit herausragenden Undergraduate- und Graduate-Programmen, 157.000 ehemaligen Studenten und zahlreichen permanenten Zentren in der gesamten Welt ist der Impakt der University of Chicago heute größer denn je.

Harris School of Public Policy

Seit über 25 Jahren stützt sich die Harris School of Public Policy der University of Chicago auf die Überzeugung, dass sorgfältige, quantitative Forschung der beste Wegweiser für öffentliche Ordnung ist. Das Institut beschränkt sich nicht auf irgendeinen bestimmten Politikbereich, sondern es sticht durch seine einzigartige Sichtweise hervor. Von der Stadtforschung bis hin zu frühkindlicher Entwicklung, von Energie bis hin zur Weltgesundheit und jetzt auch globalen Konflikten, bringt Harris anspruchsvolle, datengestützte Perspektiven in das gesamte Spektrum politischer Anliegen.

Kontakt: Susie Allen Sjallen@Uchicago.edu[mailto:Sjallen@Uchicago.edu] +1-773-702-4009

Pressekontakt:

Hinweis des Herausgebers: Weitere Informationen über die $
100-Millionen-Schenkung der The Pearson Family Foundation, das
Pearson
Institute for the Study and Resolution of Global Conflicts und das
Pearson
Global Forum erhalten Sie unter
http://news.uchicago.edu/pearson-media-kit,
wo Sie auch die gesamte Pressemappe herunterladen können.
Die Pressemappe enthält Biografien, Informationen über das Interesse
von
Pearson an der Lösung von globalen Auseinandersetzungen und
Konflikten,
wichtige Hintergrundinformationen und Statistiken, hoch auflösenden
Fotos
aller Teilnehmer, Videos und vieles mehr. Sie untermauert die
Überzeugung
der Familie, dass nicht staatliche Konflikte, von Drogenkartellen bis
hin
zu aufständischen Gruppen, wie ISIS, zunehmend die wichtigste
außenpolitische Herausforderung unserer Zeit darstellen.

Original-Content von: University of Chicago, übermittelt durch news aktuell

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