ASG Superconductors

Deutsches Forschungszentrum GSI vergibt Auftrag zum Bau von Magneten im Wert von 50 Mio. EUR

Genua, Italien (ots/PRNewswire) - Das sich im Besitz der Familie Malacalza befindliche Unternehmen wird nach den für das CERN sowie für das ITER-Projekt gebauten Magneten 33 supraleitende Multipletts im Wert von 50 Millionen Euro für den supraleitenden Fragment-Separator bauen, der Teil eines Experiments im Rahmen des FAIR-Projekts ist. Das Projekt wird grundlegenden Fragen in Bezug auf Struktur und Eigenschaften von Atomkernen mit extremem Neutronenüberschuss bzw.

-defizit auf den Grund gehen.  

ASG Superconductors, ein Familienunternehmen im Besitz der Familie Malacalza für die Bereiche Hitech und Supraleiter, hat als Ergebnis einer internationalen Ausschreibung im Rahmen des FAIR-Projekts einen neuen Auftrag des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt erhalten. Die Forschungseinrichtung bestellte 33 supraleitende Multipletts im Wert von 50 Mio. EUR. Diese bestehen aus verschiedenen Magnetkonfigurationen, welche die Flugbahnen der hindurch geleiteten Teilchen ablenken (Dipolmagneten) bzw. bündeln (Quadrupol-, Sextupol- und Oktupolmagneten) sollen. Es handelt sich um hochgradig komplexe Geräte, die besondere Fähigkeiten in Sachen Design und Produktion erfordern. Die Magneten werden jahrelang bei einer Temperatur von -269 GradC funktionieren müssen, eine Grundvoraussetzung für supraleitende Eigenschaften bzw. einen Null-Widerstand bei der Übertragung von elektrischem Strom. Zugleich muss ihre geometrische Präzision auf Bruchteile von Millimetern und ihre Betriebsgenauigkeit auf Millionstel von Tesla exakt sein.

     (Photo: http://photos.prnewswire.com/prnh/20150730/250297 )

Das FAIR-Projekt umfasst die Konstruktion von insgesamt rund zehn Beschleunigern und Detektoren. Die von ASG bereitgestellten Magneten werden im Nustar-Experiment zu Einsatz kommen, in dessen Verlauf ein Strahl von hochenergetischen Teilchen mit einem festen Ziel kollidieren soll. Anschliessend untersuchen die Forscher anhand der von verschiedenen experimentellen Stationen und Detektoren gesammelten Daten die bei diesem Zusammenstoss entstehenden Teilchen (subatomare Teilchen und Schwerionen). Dazu gehört unter anderem der ebenfalls von ASG hergestellte R3B-Glad-Detektor, der die physikalischen Parameter der Teilchen erfassen und aufzeichnen wird.

Beim Gemeinschaftsprojekt NUSTAR (NUklearSTruktur, Astrophysik und Reaktionen) liegt der Fokus auf der Untersuchung exotischer Atomkerne mithilfe eines hochauflösenden Spektrometers und einer entsprechenden Beamline, dem Super-FRS (supraleitender Fragment-Separator), der in Verbindung mit dem R3B-Detektor zum Einsatz kommt.

ASGs Freude über die Zuteilung dieses Auftrags beruht auf der Tatsache, dass damit das technische und industrielle Fachwissen des Unternehmens von einem deutschen Kompetenzzentrum wie dem GSI bestätigt und anerkannt wurde. Die erfolgreiche Bewerbung für GSIs internationale Ausschreibung für das Projekt brachte dem italienischen Unternehmen den vierten grossen internationalen Auftrag innerhalb von fünf Jahren ein; vorangegangen waren Bestellungen über Ringspulen für ITER im Jahr 2010, JT60SA-Magneten für ein japanisches Projekt im Jahr 2012 sowie Poloidalspulen für ITER im Jahr 2013. Im Lauf der Jahre produzierte ASG supraleitende Magneten für sämtliche führende Forschungsprojekte der Welt: den Tore-Supra-Reaktor, den FTU-Reaktor für ENEA und die Magneten sowohl für den grossen Teilchenbeschleuniger LHC am CERN in Genf als auch für die CMS- und ATLAS-Detektoren, die für die Entdeckung des Higgs-Boson-Teilchens im Jahr 2012 mit genutzt wurden.

Dieses Fachwissen im Hinblick auf forschungsbezogene Projekte wurde in den letzten Jahren noch unterstützt von Fortschritten in der Branche sowie neuen Produkten wie dem supraleitenden Magnesiumdiborid(MgB2)-Kabel von Columbus Superconductors oder den "anti-klaustrophobischen" Magnetresonanz-Einheiten von Paramed.

Dies entspricht der Strategie des Unternehmens: die Entwicklung einer Reihe industrieller Produkte, die die Kapazität besitzen, die Anforderungen der Wissenschaft in die Tat umzusetzen und die für Forschungsprojekte in den Bereichen Energie und Gesundheitswesen erforderlichen Standards in Sachen Belastbarkeit und Qualität einzuhalten.

Mehr über ASG erfahren Sie auf der neuen Website http://www.asgsuperconductors.com

Ansprechpartner für Medien: Luca Pezzoni - Hofima spa - lpezzoni@hofima.it, Tel.: +390105307811


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