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Redaktionsnetzwerk Deutschland: Martin Walser plädiert für die Legalisierung der Sterbehilfe

Hannover (ots) - Der Schriftsteller Martin Walser hat sich für eine Legalisierung der Sterbehilfe ausgesprochen. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte er: "In 100 Jahren werden die Menschen auf unsere Zeit zurückblicken wie wir auf das Mittelalter, weil man damals noch aus natürlicher Bedingung gestorben ist." Es sei unwürdig, das Sterben der Naturgemeinheit zu überlassen, wenn Medizin und Technik doch das Sterben menschenmöglich machen könnten. "Man sollte selbst die bestmögliche Art zu sterben wählen", sagte Walser. Auf die Frage, ob er Angst vor dem Tod habe, antwortete der Schriftsteller: "Ja, natürlich." Das Schreiben helfe ihm, die Qualen des Alterns zu ertragen, sagte Walser dem RND. "Andere müssen das Altern ungesagt ertragen. Daran will ich nicht denken. Die sind viel schlimmer dran. Das Gelungensein einer Seite macht jedes Elend quitt." In seinem jüngsten Roman "Ein sterbender Mann" schreibt der Schriftsteller über einen Mann mit Selbstmordphantasien.

Das Interview erscheint am Sonnabend. Zum RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gehören mehr als 30 Tageszeitungen mit einer Reichweite von 3,4 Millionen Lesern am Tag - unter anderem die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Leipziger Volkszeitung, die Dresdner Neuesten Nachrichten, die Märkische Allgemeine Zeitung, die Kieler Nachrichten, das Göttinger Tageblatt, die Lübecker Nachrichten, die Neue Presse und die Ostsee Zeitung.

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