Initiative Insektengift

Insektengift-Allergie bei Kindern: Was Eltern beachten müssen
Das Verhalten von Kindern provoziert häufig Bienen- oder Wespenstiche

Insektengift-Allergie bei Kindern: Was Eltern beachten müssen / Das Verhalten von Kindern provoziert häufig Bienen- oder Wespenstiche
Achtung beim Toben im Grünen - Insektenstiche sind häufige Auslöser allergischer Reaktionen bei Kindern / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/117462 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Initiative Insektengift/www.allergiecheck.de"

Hamburg (ots) - Prof. Dr. Philippe Stock gibt Tipps, was im Ernstfall zu tun ist

Tatort Spielplatz: Ein zweijähriges Mädchen greift neugierig nach einer Wespe, ein kleiner Junge tropft Eis auf sein T-Shirt und er klettert mit klebrigen Fingern auf eine Rutsche - das sind nur zwei von vielen alltäglichen Szenarien, die dazu führen können, dass Kinder häufiger von Wespen gestochen werden als Erwachsene. Deshalb sollten Eltern versuchen, Wespen- und Bienenstiche bei ihren Kindern zu vermeiden und wissen, was sie im Fall eines Stiches tun müssen. "Insektenstiche sind im Umfeld von Kindern besonders häufig, weil bestimmte Situationen und hektische Bewegungen die Tiere provozieren", sagt Prof. Dr. Philippe Stock, Leiter der Pädiatrie am Altonaer Kinderkrankenhaus in Hamburg. Während in den meisten Fällen ein Stich nur unangenehm und schmerzhaft ist, kann das Gift von Wespen und Bienen für Allergiker im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein. "Insektenstiche sind bei Kindern der zweithäufigste Auslöser schwerer allergischer Reaktionen nach Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Bereits der erste Stich kann so empfindlich machen, dass schon der nächste den gefürchteten allergischen Kreislaufschock hervorrufen kann", erläutert Prof. Stock. Der Allergologe beantwortet Fragen rund um Vorsorge und Erste-Hilfe:

Wie vermeiden Eltern und Kinder Insektenstiche?

   - Ruhe bewahren: Unruhige Bewegungen oder Anpusten machen die 
     Tiere aggressiv
   - Kinder sanft aus dem Gefahrenbereich bringen oder das Insekt mit
     langsamen Bewegungen abbringen
   - Möglichst keine Süßigkeiten im Freien verzehren - und wenn doch,
     dann achtsam und anschließend den Mund säubern.
   - Mit Strohhalm trinken und Getränkebehältnisse verschlossen 
     halten
   - Distanz zu Mülleimern halten
   - Nicht barfuß laufen lassen und den eigenen Rasen kurz und 
     blütenfrei halten
   - Helle statt bunte Kleidung tragen - Gelb wirkt zum Beispiel 
     stark anziehend und sollte daher vermieden werden. 

Was können Eltern tun, wenn ihre Kinder gestochen wurden?

   - Den Stachel wegkratzen - nicht ziehen. Denn am Stachel befindet 
     sich meist noch ein Giftsack, der durch Ziehen und Drücken 
     zusätzliches Gift unter die Haut freisetzt.
   - Kühlen lindert den Juckreiz.
   - Zitronensaft oder eine aufgeschnittene Zwiebel lindern den 
     Schmerz.
   - Spezielle Salben und Gels lassen Stiche schneller abschwellen. 

Was sind Symptome einer allergischen Reaktion?

   - Hautausschlag an verschiedenen Körperstellen
   - Schwellungen im Gesicht und am Hals
   - Juckreiz an Handinnenflächen, Fußsohlen oder behaarten 
     Körperstellen 

Was sind die Symptome eines allergischen Schocks?

   - Schluck- und Sprechbeschwerden
   - Atemnot, Herzrasen
   - Übelkeit, Darmbeschwerden
   - Juckreiz und Rötungen am ganzen Körper 

Was tun, wenn Eltern eine Allergie vermuten?

   - Nehmen Sie die Allergiesymptome ernst und suchen Sie einen 
     Facharzt auf. Bei Hinweisen auf einen allergischen Schock rufen 
     Sie den Notarzt.
   - Besprechen Sie mit Ihrem Arzt die Optionen für eine Behandlung 
     der Allergie. 

Können Eltern Vorsorgemaßnahmen gegen einen allergischen Schock treffen?

   - Eltern, die bereits von einer Allergie bei ihrem Kind wissen, 
     sollten die Notfallmedikation stets griffbereit bei sich tragen.
     Die darin enthaltenen Präparate Adrenalin-Autoinjektor, 
     flüssiges Antihistaminikum und Kortison retten im Notfall Leben.
   - Die Allergie auf Insektenstiche ist sehr gut behandelbar und 
     kann mit verschiedenen Tests vom Allergologen festgestellt 
     werden.
   - Wer eine Allergie-Impfung - Hyposensibilisierung - beginnt, baut
     schnell einen ersten Schutz gegen Insektengifte auf. Nach drei 
     bis fünf Jahren Behandlung zeigen über 90 Prozent der Patienten 
     in Studien keine Allgemeinreaktionen mehr auf einen Bienen- 
     beziehungsweise Wespenstich.
   - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt die Behandlung 
     der Allergie auf Wespen- und Bienenstiche mit der 
     Insektengift-Impfung. 

Weitere Informationen zur Feststellung und Behandlung von Insektengiftallergien unter www.initiative-insektengift.de

Dieser Service wird von JDB MEDIA in Kooperation mit der Initiative Insektengift zur Verfügung gestellt.

Über die Initiative Insektengift

Die Initiative Insektengift bietet Patienten, Angehörigen und Interessierten Informationen rund um Allergien auf Stiche von Wespen, Bienen, Hornissen und Hummeln. Ziel der Initiative ist die Aufklärung der Bevölkerung über die Gefahren von Insektenstichen, die Auslöser sowie die Behandlung der daraus resultierenden Allergie. Weitere Informationen unter www.initiative-insektengift.de.

Pressekontakt:

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E-Mail: insektengift@jdb.de
Tel.: 040-468832-619
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