Initiative "Cholesterin persönlich nehmen. Risiko senken zählt"

"Jeder sollte seine Cholesterinwerte kennen" - Die Initiative "Cholesterin persönlich nehmen. Risiko senken zählt" klärt auf

Initiative "Cholesterin persönlich nehmen. Risiko senken zählt". "Jeder sollte seine Cholesterinwerte kennen" - Die Initiative "Cholesterin persönlich nehmen. Risiko senken zählt" klärt auf. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/pm/117401 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung ...

Hamburg (ots) - Ein zu hoher LDL-Cholesterinspiegel gilt als maßgeblicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.(1) Dennoch macht sich einer aktuellen Umfrage zufolge darüber nur etwa ein Viertel der Bundesbürger Gedanken.(2) Das Fatale daran: Sie könnten eine Familiäre Hypercholesterinämie (FH) und damit ein besonders hohes Risiko haben und dies nicht wissen. Denn die FH ist in Deutschland unterdiagnostiziert.(3) Um gemeinsam Aufklärungsarbeit zu leisten, haben die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V., die CholCo e.V.: Patientenorganisation für Patienten mit Familiärer Hypercholesterinämie oder anderen schweren genetischen Fettstoffwechselstörungen und das Unternehmen Sanofi in Deutschland die Initiative "Cholesterin persönlich nehmen. Risiko senken zählt" gegründet. In Hamburg stellen die Partner am 19.06.2015 Aktuelles zur Hypercholesterinämie und die gemeinsamen Ziele zur Aufklärung vor.

Rund 350.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an den Folgen einer kardiovaskulären Erkrankung.(4) Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind damit Todesursache Nummer 1 hierzulande. Einer der wichtigsten Risikofaktoren: erhöhte LDL-Cholesterinwerte.(5) Doch obwohl einem Großteil der Bundesbürger erhöhte Cholesterinwerte als Ursache für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekannt sind, kennen nur wenige ihren LDL-Cholesterinwert. Zudem kursieren viele Falschinformationen zum Thema Cholesterin. So sind einer repräsentativen Nielsen-Umfrage (2) zufolge viele Menschen der Ansicht, dass sich ein erhöhter Cholesterinspiegel bemerkbar macht und das Thema erst im Alter relevant ist. Doch erhöhtes Cholesterin verursacht keine akuten Symptome. Und von der erblich bedingten Familiären Hypercholesterinämie (FH) sind europäischen Schätzungen zufolge einer von zweihundert bis einer von fünfhundert in Deutschland betroffen - darunter auch Kinder. "Wenn die FH nicht frühzeitig erkannt wird, kann dies fatale Folgen haben. Die Erkrankung ist in der Bevölkerung wenig bekannt. Dabei ist sie mit einfachen Methoden, zu denen die Familienanamnese gehört, zu diagnostizieren. Dazu ist es jedoch wichtig, dass auch jüngere Menschen sich über zu hohe Cholesterinwerte und Folgeerkrankungen Gedanken machen. Hier wollen wir ansetzen", sagt Prof. Dr. Hans-Ulrich Klör, stellvertretender Vorsitzender der DGFF (Lipid-Liga).

BEI WENIGER ALS ZEHN PROZENT DER BETROFFENEN WIRD DIE FH ERKANNT

Die Familiäre Hypercholesterinämie wird in den meisten europäischen Ländern und wahrscheinlich auch in Deutschland in nur ein bis zehn Prozent der Fälle diagnostiziert.(6) "Wir engagieren uns seit Jahren dafür, die FH mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit genauso wie der Ärzte zu rücken. Nur wenn uns dies gelingt, können wir auch die Diagnoseraten in Deutschland deutlich erhöhen", sagt Michaela Wolf, die Vorsitzende der CholCo e.V.: Patientenorganisation für Patienten mit Familiärer Hypercholesterinämie oder anderen schweren genetischen Fettstoffwechselstörungen. Sie und ihre Familie sind selbst von FH betroffen. Und die Diagnose war damals nur ein Zufall. "Die Krankheit ist tückisch. Im schlimmeren Fall bemerkt man sie erst, wenn man einen Herzinfarkt erleidet. Jeder sollte daher unbedingt hellhörig werden, wenn im familiären Umfeld bereits Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor dem 55. Lebensjahr aufgetreten sind", sagt Michaela Wolf.

AUFKLÄREN UND INFORMIEREN STEHT IM VORDERGRUND

Die Initiative setzt vor allem auf Aufklärungsarbeit: Dazu haben die Partner gemeinsam eine Informationsbroschüre entwickelt, die über die Risiken eines erhöhten LDL-Cholesterinspiegels informiert und für Betroffene Wege aufzeigt, einen herzgesunden Lebensstil zu gestalten. Zudem klärt die Initiative mit einem Report aus Expertensicht und aus Patientenperspektive über die gegenwärtige Versorgungssituation auf. Hintergrundwissen zu Cholesterin und besonders zu der Familiären Hypercholesterinämie sowie alle Materialien stehen darüber hinaus auf der Website der Initiative www.cholesterin-persoenlich-nehmen.de zur Verfügung. Für Sanofi in Deutschland als Partner und Sponsor der Initiative gilt: "Als eines der führenden Gesundheitsunternehmen sehen wir unsere Verantwortung auch darin, zur Aufklärung über und zur Prävention von Krankheiten beizutragen. Die Gründung der Initiative "Cholesterin persönlich nehmen" ist ein wichtiger Schritt, um dieser Verantwortung im Bereich der Hypercholesterinämie gerecht zu werden", sagt Prof. Dr. med. Dieter Paar, Direktor Medizin & Scientific Affairs bei Sanofi in Deutschland.

FH-PATIENTEN ERREICHEN TEILWEISE TROTZ BEHANDLUNG IHRE ZIELWERTE NICHT

Menschen mit genetischer Neigung zu sehr hohen Cholesterinwerten wie bei der Familiären Hypercholesterinämie (FH) werden zu selten identifiziert. Neben der Erhöhung der Diagnoserate besteht zudem ein großer Handlungsbedarf in Bezug auf die Therapie. "Für Patienten mit hohem LDL-Cholesterin im Blut ist es wichtig, effektiv und früh behandelt zu werden, damit der Cholesterinwert rechtzeitig und so stark wie möglich reduziert wird. Denn FH-Patienten haben unbehandelt ein 20-fach(7) erhöhtes Risiko, frühzeitig, d.h. bereits bis zum 50. Lebensjahr, eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln", sagt Prof. Dr. Eberhard Windler, Arzt für Innere Medizin, Endokrinologie und Gastroenterologie an der Klinik und Poliklinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie am UKE Hamburg, Vorstandsvorsitzender der DACH-Gesellschaft Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. "Neben Menschen mit einer FH zählen auch Patienten, die innerhalb des letzten Jahres einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, zur Hochrisikogruppe für kardiovaskuläre Ereignisse. Mit gegenwärtigen Therapieoptionen können wir die in den Leitlinien empfohlenen Zielwerte von Hochrisikopatienten oft nicht erreichen, daher besteht ein besonderer Bedarf an neuen therapeutischen Ansätzen", so Windler.

QUELLEN 
(1) Cholesterol Treatment Trialists' (CTT) Collaborators, Efficacy 
and safety of cholesterol-lowering treatment: Lancet 2005; 366: 
1267-78. 
(2) "Risiken und Auswirkungen von hohem Cholesterin", 
Nielsen-Online-Studie im Auftrag von Sanofi zum Kenntnisstand von 
Hypercholesterinämie in der allgemeinen Bevölkerung in Deutschland. 
März 2015. 
(3) Klose G. et al. Familiäre Hypercholesterinämie: Entwicklungen in 
Diagnostik und Behandlung. Deutsches Ärzteblatt 2014; 111: 523-9. 
(4) Deutscher Herzbericht 2014. 
(5) Martin, M., Browner, W., Hulley, S., Kuller & Wentworth, D. 
(1986). Serum cholesterol, blood pressure, and mortality: 
implications from a cohort of 361 662 men. The Lancet, 328 (8513), S.
933-936. 
(6) Nordestgaard BG et al., Eur Heart J 2013; 34: 3478-90. 
(7) FH Foundation. What are the risks with FH? (Online): 
http://thefhfoundation.org/about-fh/what-is-fh/. 
Letzter Zugriff 16.06.2015. 

Pressekontakt:

Monika Erdmann
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
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