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KÜS: Mehr Ganzjahresreifen aber wenig Interesse am "schwarzen Gold"

Losheim am See (ots) - KÜS Trend-Tacho: Mehr Autofahrer kaufen Ganzjahresreifen

Premiumprodukte gefragt

Reifenfachhandel verliert Kunden

Neue Serviceformate von Interesse

Wenn es um den Reifenkauf geht, dann entscheiden sich immer mehr Autofahrer für Ganzjahresreifen. Das stellt der KÜS Trend-Tacho in seiner aktuellen Umfrage fest. Grundsätzlich herrscht wenig Interesse bei den Befragten, wenn es um die Fahrzeugbereifung geht. Man kauft bevorzugt Premiumprodukte, aber immer weniger beim Reifenfachhandel. Neue Serviceformate kommen gut an, so der KÜS Trend-Tacho.

Kurzfassung

Der Trend zu Ganzjahresreifen hält an, so der KÜS Trend-Tacho zum Kaufverhalten der Autofahrer. Nach wie vor sind Reifen für die Verkehrsteilnehmer nicht von großem Interesse - obwohl sie vor allem Premiumprodukte kaufen. Der Reifenhandel verliert über die Zeit Kunden, auch das eine Erkenntnis der Umfrage. Aufgeschlossen sind die Autofahrer gegenüber neuen Serviceformaten, etwa dem mobilen Reifenservice oder der Beratung und Ausstellung an nicht typischen Verkaufsorten, in sogenannten Pop-Up-Stores.

Langfassung

Spontane Frage des KÜS Trend-Tacho im August 2016 an die Autofahrer: Welche Reifen haben Sie aktuell auf Ihrem Fahrzeug? Die Antworten sind zumindest nicht so klar wie erwartet. Natürlich fahren 72 % Sommerreifen, 4 % sind allerdings noch mit den Winterpneus unterwegs. Die Überraschung aber sind die 25 %, die auf Ganzjahresreifen rollen.

Für die Ganzjahresreifen liefern die Autofahrer auch klare Begründungen. Rund 41 % wollen sich die Reifenlagerung ersparen. Auch das Argument, man brauche in seiner Region keine Winterreifen kommt vor (40 %), 40 % scheuen die Umrüstkosten. Unter anderem geht es um die Mehrkosten für RDKS (Reifendruck-Kontrollsystem), die wollen 6 % nicht tragen.

Locker sitzt dagegen der Euro, wenn es um die Qualität der Reifen geht. 66 % der vom KÜS Trend-Tacho befragten Autofahrer sind im Premiumsegment unterwegs, 31 % im Qualitybereich und nur 3 % vertrauen auf eher preiswerte Produkte des so genannten Budgetsegments.

Befragt nach dem Ort des letzten Reifenkaufs geben 33 % den Reifenfachhandel an, 23 % kauften in der freien Werkstatt und 21 % in dem Autohaus der gefahrenen Fahrzeugmarke. Im Internet besorgten sich 12 % ihre Reifen. Was die Interviewer noch wissen wollten: Wussten die Autofahrer, welche Marke sie wollten? Nur 34 % hatten sich festgelegt! 62 % brauchten für ihre Markenwahl unter einer Stunde, entschieden also eher spontan.

Bei der Umrüstung auf Winter- bzw. Sommerreifen gilt das Do-it-Yourself-Prinzip. 37 % wechseln selber, 26 % lassen die Freie Werkstatt ran, 20 % das Marken-Autohaus, 12 % den Reifenfachhandel und 5 % die Werkstattkette. Gelagert werden die Reifen von 66 % der Autofahrer bei sich selbst und 34 % lagern in den Kfz-Betrieben.

Wenn es um Autoreifen geht, so stehen die Autofahrer neuen Serviceformaten offen gegenüber. So können sich 45 % einen mobilen Reifenservice vorstellen. Information und Beratung wird auch etwa an Ständen und Ausstellungsflächen des Reifenhandels in absolut untypischer Umgebung akzeptiert, 32 % sind an sogenannten Pop-Up-Stores informiert.

"Das Interesse an den Reifen ist bei den Autofahrern nach wie vor gering. Beim Kauf der Reifen entscheiden sich aber die meisten für Qualitätsprodukte. Immerhin ist der Reifen ein sicherheitsrelevantes Teil am Fahrzeug, da sollte er mehr in das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer rücken", so Peter Schuler, Bundesgeschäftsführer der KÜS.

Informationen zur Umfrage:

Die Umfrage erfolgte im August 2016 durch das renommierte Institut BBE Automotive GmbH im Auftrag der KÜS und des Fachmagazins kfz-betrieb. Genutzt wurde die Mixed-Mode-Befragung, bestehend aus einer telefonischen Befragung (CATI) und einer Onlinebefragung (CAWI). Zielpersonen waren Pkw-Fahrer, die im Haushalt für Fragen rund um das Auto (Anschaffung, Wartung, Reparatur) mitverantwortlich sind. Die Gewichtung der Befragungsergebnisse fand mit den KBA-Bestandsdaten (Bestandsanteile Pkw, Alterssegmente) statt.

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