Ludwig von Mises Institut Deutschland e. V.

Unternehmertum im Kapitalismus

München (ots) - "In einer Marktwirtschaft liegt die letzte Entscheidung darüber, was produziert wird, in der Hand der Verbraucher." Eine Erkenntnis, der viele Menschen zunächst widersprechen würden, wird doch im allgemeinen angenommen, dass es die Unternehmen sind, die über die Produktion entscheiden. Tatsächlich aber werden nur die Unternehmen am Markt bestehen, welche die Bedürfnisse ihrer Kunden so befriedigen, dass sie ausreichend Gewinn erzielen. So entscheiden die Kunden letztlich über das, was Unternehmen produzieren sollen. Dabei sind Gewinn und Verlust die entscheidenden Größen. Auch über sie gibt es viele falsche Überzeugungen. Ludwig von Mises setzt sich mit diesen in seinem Aufsatz "Gewinn und Verlust" auseinander. Diesen wichtigen Aufsatz hat Anthony P. Mueller nun in seinem jüngsten Beitrag für www.misesde.org analysiert.

Unternehmensgewinne sind weder ein Aufschlag auf die Produktionskosten noch werden sie durch "das Kapital erzeugt", wie Karl Marx glaubte. Auch entstehen sie keinesfalls durch die Ausbeutung der Arbeitnehmer und Kunden, wie uns täglich weisgemacht wird. Tatsächlich sind Gewinne das Ergebnis guter Ideen und ihrer unternehmerischen Umsetzung. Sie entstehen, wenn Fehlanpassungen und Marktverzerrungen beseitigt werden. Je besser dies einem Unternehmen gelingt, desto höher wird dessen Gewinn ausfallen. Wer dies nicht kann oder nur in einem unbefriedigenden Maß, wird Verluste erwirtschaften und langfristig am Markt nicht bestehen. Wer Profitstreben ablehnt, verkennt daher grundsätzlich, wie Märkte funktionieren. Denn es ist das Profitstreben, welches Unternehmen dazu anhält, möglichst effizient zum Nutzen der Verbraucher zu produzieren und zu wirtschaften.

Ohne Gewinne und Verluste würden die wichtigsten Hinweisgeber für notwendige Korrekturen der Produktion entfallen. Effiziente Kapitalakkumulation und daraus erwachsende Innovationen sind ohne Gewinnrechnung unmöglich. Hieraus erklärt sich auch das langfristig notwendige Scheitern jeder Staatswirtschaft, denn im öffentlichen Sektor gibt es keine echte Wirtschaftlichkeitsrechnung, sondern nur eine Kostenrechnung. Daher, so stellt Mueller fest, "ist das Marktsystem die Form der Wirtschaftsordnung, die am besten mit dem universellen Vorhandensein von Knappheit umgehen kann."

"Viele ökonomische Sachverhalte sind kontraintuitiv", merkt Andreas Marquart, Vorstand des Ludwig von Mises Instituts Deutschland, an. "Dies gilt nicht alleine für Unternehmensgewinne. Daher fällt es vielen intellektuellen Hütchenspielern so leicht, die Menschen über eben diese Sachverhalte zu täuschen und ihnen eine Politik zu verkaufen, die tatsächlich zutiefst schädlich ist. Das Ludwig von Mises Institut Deutschland sieht es daher auch als seine Aufgabe an, in dieser Hinsicht Aufklärung zu leisten."

Unternehmertum im Kapitalismus 
http://www.misesde.org/?p=14075 

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