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Die anti-europäische EU

München (ots) - "Was ist Europa?" Dieser Frage geht Louis Rouanet in seinem jüngsten Beitrag auf www.misesde.org nach. Er versteht Europa als das Ergebnis eines Prozesses. Die radikale Dezentralisierung, die nach dem Ende des römischen Reiches einsetzte und Könige, Staaten und die Kirche in gegenseitigen Wettbewerb setzte, löste diesen Prozess aus. So begann der Weg der Freiheit in Europa, auf dem die Werte des Individualismus, Liberalismus und der Autonomie entdeckt wurden. Es bildeten sich die Institutionen heraus, die es den Europäern ermöglichten, im Zweifel mit den Füßen abzustimmen und so die Herrschenden dazu zwangen, den Untertanen mehr Autonomie zu gewähren.

Bereits im 19. und 20 Jahrhundert aber gerieten die Werte Europas durch Zentralisierung, Nationalismus, Etatismus, Sozialismus und Faschismus unter Druck und ins Hintertreffen. Heute steht ihnen mit der EU ein neuer und mächtiger Feind gegenüber. Zwar geriert sich die EU als Verfechterin von Freihandel, Freiheit und Freizügigkeit, tatsächlich aber ist sie das Gegenteil hiervon. Denn alle ihre Bemühungen sind zentralplanerisch. Freiheit aber lässt sich nicht planen und Märkte müssen nicht erschaffen werden. Je mehr Macht Brüssel und die EU an sich ziehen, je mehr die Mitgliedsstaaten "harmonisiert" werden, desto mehr schwinden jene Elemente, die Europa zu einem Hort der Freiheit und des Wohlstandes gemacht haben. Rouanet konstatiert: "Das europäische Wunder kann nur durch extreme politische Dezentralisierung wiederbelebt werden."

"Große zivilisatorische Höhepunkte waren tatsächlich zumeist die Folge einer dezentralen Ordnung, die den Wettbewerb beförderte", merkt Prof. Thorsten Polleit, Präsident des Ludwig von Mises Instituts Deutschland, an. "Im antiken Griechenland brachte der Wettbewerb zwischen den Poleis Kultur und Wissenschaft zum Erblühen. Aus dem Wettbewerb der oberitalienischen Stadtstaaten wurde die Renaissance geboren. Die sooft gescholtene deutsche Kleinstaaterei schließlich brachte nicht nur Geistesgrößen wie Goethe oder Kant, hervor, sondern legte auch die Grundlage für die enormen Leistungen des deutschen Kaiserreiches. Der Blick in die Gegenwart lässt ahnen: Aus Brüssel werden keine zivilisatorischen Glanzpunkte kommen."

Die anti-europäische EU http://www.misesde.org/?p=12645

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