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Neues Studium für Führungskräfte im Brandschutz setzt Maßstäbe

Brandabwehrübung der Bundeswehr-Feuerwehr

Köln (ots) - Die Bundeswehr baut ihre Zusammenarbeit mit Hochschulen weiter aus: Ab September wird es 25 Beamten im Vorbereitungsdienst des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes in der Bundeswehr ermöglicht, den Studiengang "Bachelor of Science Sicherheitstechnik" an der Bergischen Universität Wuppertal zu absolvieren. Die feierliche Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung hat dafür jetzt den Weg freigemacht.

Das Auswahlverfahren ist abgeschlossen. Bereits im Herbst werden erstmals 25 Anwärter im Vorbereitungsdienst des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes in der Bundeswehr an der Bergischen Universität in Wuppertal studieren können. Es handelt sich bei diesen Studierenden um zivile Beschäftigte im Status eines Beamten auf Widerruf. Die Bundeswehr benötigt eigene Brandschutzkräfte unter anderem auf Flugplätzen, Truppenübungsplätzen, in Marine-Stützpunkten und in Untertage-Anlagen - der neue duale Studiengang wird den Karriereweg der Brandschutz-Führungskräfte deutlich attraktiver machen.

Vonseiten der Bundeswehr unterzeichnete Georg Stuke, der Präsident des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw), den Kooperationsvertrag, vonseiten der Universität unter anderem deren Rektor Professor Dr. Lambert T. Koch. Die Freude über das in nur einem halben Jahr Erreichte war allen Beteiligten deutlich anzumerken. "Es ist einmalig, was da aufgesetzt worden ist. Es hat Symbolkraft für das ganze deutsche Feuerwehrwesen. Ich bin mir sicher, dass Länder und Kommunen nachziehen werden", sagte der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, unmittelbar vor der Unterzeichnung. "Die Bundeswehr ist der richtige Partner für diesen ersten Schritt."

Im Studiengang "Bachelor of Science Sicherheitstechnik" lernen die Anwärter, sicherheitsrelevante Problemstellungen zu erkennen und zu lösen. Die breit gefächerten Studieninhalte reichen - stets praxisnah - vom baulichen Brandschutz über Chemie und Arbeitssicherheit bis hin zum vorbeugenden Brand- und Explosionsschutz. "Wir müssen innovativ sein, um mithalten zu können", betonte Georg Stuke. Es sei eine große Herausforderung, ausreichend Nachwuchs im Bereich der Feuerwehr-Führungskräfte zu gewinnen. "Da brannte uns schon die Jacke", scherzte der Präsident und setzte ernsthaft hinzu, der neue Studiengang sei "der richtige Weg", um künftig die rund 250 Dienstposten mit gut ausgebildeten Kräften besetzen zu können.

Seit Jahrzehnten ist die Wuppertaler Universität mit ihrem Fachgebiet "Chemische Sicherheit und Abwehrender Brandschutz" führend. Hintergrund der Kooperationsvereinbarung ist, dass die Bundeswehr erstmals Anwärter in einem eigenen, neu eingerichteten dualen Studiengang im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst einstellt und ausbildet. Nach dem dreieinhalbjährigen, aus Fachstudien und berufspraktischen Studienzeiten bestehenden Vorbereitungsdienst erwerben die Teilnehmer einen akkreditierten Bachelorabschluss. Jedes Jahr sollen 25 weitere Studierende das Angebot nutzen können, berichtete Stuke.

Die Konzipierung der Laufbahnausbildung sowie die Einstellung und Betreuung der Anwärter ist ein gemeinsames Projekt des BAPersBw und des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw). Diesem Amt untersteht das Zentrum Brandschutz der Bundeswehr, das mit 70 bundesweit verteilten Feuerwachen und insgesamt mehr als 3.000 zivilen Dienstposten umgerechnet eine der größten Feuerwehren in Deutschland ist. Deshalb war auch die Präsidentin des BAIUDBw, Ulrike Hauröder-Strüning, bei der Unterzeichnung im Rektorat der Uni dabei. Professor Koch sprach von "einem wegweisenden Projekt. Ich freue mich sehr, dass das gelungen ist."

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