Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Reden Sie mit: Noch vier Wochen bei der Erforschung psychischer Krankheiten

Wien (ots) - Zwischenbilanz der europaweit einzigartigen Initiative 'Reden Sie mit!' der Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft: Großes Interesse und rege Teilnahme vor allem aus Deutschland, Österreich, den USA und Russland

   - Teilnahmefrist aufgrund großer Resonanz verlängert
   - Noch bis 6. Juli können Betroffene, Angehörige und Experten 
     unter www.redensiemit.org Vorschläge einreichen und so die 
     künftige Erforschung psychischer Erkrankungen mitgestalten 

Von Betroffenen zu Beteiligten werden: Die große Resonanz der Initiative "Reden Sie mit!" unterstreicht, dass viele Patienten und Angehörige ihre Erfahrungen und Fragen hinsichtlich der Erforschung psychischer Erkrankungen einbringen wollen. Über die Plattform www.redensiemit.org haben sie die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen, welche Probleme und ungelösten Fragen zur Vorbeugung, Diagnose und Behandlung psychischer Erkrankungen von der Forschung aufgegriffen werden sollen. Damit können Bürgerinnen und Bürger - erstmalig in dieser Form - aktiv an der Gestaltung der Wissenschaft mitwirken. Die Teilnahmefrist der europaweit einzigartigen Initiative wird bis zum 6. Juli verlängert.

"In den ersten sechs Wochen hat uns eine dreistellige Anzahl von qualitativ äußerst hochwertigen Beiträgen zur künftigen Erforschung psychischer Erkrankungen erreicht. Aufgrund der Vielzahl an Anfragen von Interessenten, die sich mehr Zeit für die Ausarbeitung ihrer Vorschläge wünschen, werden wir die Open-Innovation-Plattform zwei zusätzliche Wochen offen lassen", so Claudia Lingner, Geschäftsführerin der Ludwig Boltzmann Gesellschaft. "Die bisherige Resonanz auf die Initiative bestätigt, dass ein hoher Bedarf bei Betroffenen, ihren Verwandten und Freunden, sowie bei Experten wie beispielsweise Therapeuten besteht, sich mit persönlichen Erfahrungen und Fragen an der Erforschung psychischer Erkrankungen zu beteiligen. Von den Erkenntnissen aus diesem offenen Innovationsprozess in der Gesundheitsforschung können auch andere Forschungsvorhaben profitieren, sodass wir wertvollen Input für die gesamte Wissenschafts-Community leisten."

Internationales Interesse von Betroffenen und Angehörigen

Unter den fast 7.000 Besuchern der Website, auf der die Teilnehmer ihre Beiträge einreichen können, sind Erkrankte, Angehörige und Experten aus 63 Ländern - darunter überdurchschnittlich viele aus Deutschland, Österreich, den USA und Russland. Jeder achte eingereichte Beitrag stammt von einem Patienten und jeder vierte von Angehörigen. Jeder fünfte Beitrag wurde von Psychologen oder Psychotherapeuten eingereicht und immerhin jeder zwanzigste von einem Mediziner. Dabei sind alle Altersklassen von 20 bis 75 Jahren gleichermaßen vertreten, wobei die Einreichungen durch weibliche Teilnehmer mit 60 Prozent gegenüber den männlichen leicht überwiegen - so der aktuelle Stand.

"Wir hoffen in den verbleibenden vier Wochen auf ein weiterhin so reges Interesse an diesem neuartigen Wissenschaftsprozess", so Claudia Lingner. Eine internationale Fachjury analysiert im Anschluss die Beiträge und gibt die Ergebnisse im Herbst zur Abstimmung an die Community zurück. Im Anschluss werden die identifizierten Forschungsthemen sowie die Erfahrungen aus diesem Innovationsprozess veröffentlicht.

Über Open Innovation in Science

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft startete im Frühjahr 2015 die Initiative 'Reden Sie mit!', die es Interessierten und Betroffenen ermöglicht, am Forschungsprozess und vor allem an der Generierung von Forschungsfragen teilzunehmen. Der Fokus der Initiative liegt auf dem Bereich psychische Erkrankungen und ist Teil des Gesamtprojekts ´Open Innovation in Science'. Durch die gezielte Öffnung des Innovationsprozesses soll neues Wissen von außen in die Forschung gebracht werden. Weitere Informationen unter www.openinnovationinscience.at.

Über die Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist der Forschungsinkubator im Bereich der Health Sciences in Österreich und betreibt 18 Forschungseinrichtungen (Ludwig Boltzmann Institute/LBI) mit rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die LBG steht mit ihrem Motto "Nahe am Menschen" für die Behandlung gesellschaftsrelevanter Forschungsfragen.

Pressekontakt:

Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Dr. Lucia Malfent
Project Manager Open Innovation in Science
Tel.: +43 (0) 1 513 27 50-21
Mobil: +43 (0) 676 392 19 40
E-Mail: lucia.malfent@lbg.ac.at

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