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"Leerverkäufer schützen Anleger"
Carson Block von Muddy Waters verteidigt sein Vorgehen gegen den Aktienkurs von Ströer

London (ots) - "Ströer ist im Innern sehr viel weniger gesund als in der Außendarstellung", sagt Carson Block, Chef des Finanzinvestors Muddy Waters, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin BILANZ, das an diesem Freitag der Tageszeitung DIE WELT beiliegt und auch am Kiosk zu kaufen ist.

Blocks Fonds hatte im April in einer kritischen Analyse wichtige Finanzkennzahlen des Außenwerbers Ströer (Börsenwert rund 2,7 Milliarden Euro) angezweifelt sowie intransparente Insidergeschäfte des Managements moniert und so den Aktienkurs um ein Drittel abstürzen lassen. Muddy Waters verdiente am Kurssturz durch so genannte Leerverkäufe: Erst hatte man sich bei institutionellen Anlegern gegen geringe Gebühr Ströer-Aktien geliehen und zum hohen Kurs verkauft. Nach dem Absturz kaufte Block dann die Aktien billig ein, erstattete sie zurück und verdiente an der Differenz. Kritik an dem Geschäftsmodell weist Block zurück: "Es sind doch nicht wir, die die Probleme schaffen - das macht das Management", erklärt er in BILANZ, "wir signalisieren den Vorständen: Es brechen neue Zeiten an, ihr müsst eure Geschäfte transparenter machen - das ist gut für Investoren in Deutschland." Und alle, die mit Ströer-Aktien Geld verloren haben, beschwichtigt er: "Indem wir Probleme aufdecken, schützen wir Investoren davor, noch mehr Geld zu verlieren."

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