BILANZ

350 Millionen US-Dollar für deutsche Lieferhelden

Berlin (ots) - +++ Berliner Online-Bestelldienst mit erfolgreichster Einzel-Finanzierungsrunde Europas/Börsengang in den USA im Frühjahr 2015 avisiert +++

Internationale Investoren geben dem Essens-Bestelldienst Delivery Hero in Berlin eine Finanzspritze von 350 Millionen Dollar. Dies berichtet das deutsche Wirtschaftsmagazin BILANZ in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. "Ein großer Teil davon stammt von bisherigen Geldgebern, neu dabei ist der schwedische Investor Vostok Nafta", sagte Niklas Östberg, Chef des Internetunternehmens, gegenüber er Zeitschrift. Vostok Nafta hat seinen Sitz in Stockholm und investierte bislang vor allem in russische Internetunternehmen. Zu den anderen Östberg-Partnern gehören Insight Venture Partners, Luxor Capital (beide New York), Kite Ventures (Moskau) und Team Europe (Berlin).

Delivery Hero gelingt damit die bislang erfolgreichste Einzel-Finanzierungsrunde junger europäischer Internetunternehmen in diesem Jahr. Der Moskauer Online-Händler Ozon hatte 150 Millionen Dollar von Investoren erhalten, der Londoner Musiklizenzdienst Kobalt Music 140 Millionen Dollar.

Erst im August hatte Delivery Hero, das seine Dienste unter der Marke Lieferheld anbietet, den Wettbewerber Pizza.de für angeblich mehr als 200 Millionen Euro gekauft. Zusammen halten beide Marken hierzulande einen Marktanteil von etwa 75 Prozent. "Die aktuelle Finanzierungsrunde hat natürlich auch mit der Übernahme von Pizza.de zu tun", sagte Östberg. Das Geschäftsmodell genießt offenbar viel Vertrauen, im Januar und April hatte Delivery Hero von Geldgebern mehr als 170 Millionen Dollar erhalten. "Der Wert, den wir unseren Investoren bieten, liegt in der Zukunft", sagte Östberg zu BILANZ. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen Verlust. "Aber ich denke, die Gewinne werden 2015 zurückkommen."

Derzeit bereitet sich das Berliner Unternehmen auf den Kapitalmarkt vor: "Wir wollen sicherstellen, dass wir Anfang oder Mitte 2015 an die Börse gehen können. Vorausgesetzt, dass wir darin dann einen Vorteil für das Unternehmen sehen. Wenn wir an die Börse gehen, werden wir das wohl in den USA tun", sagte Östberg.

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