Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH

Staatsministerin Özoguz zieht Bilanz nach zwei Jahren "Willkommen im Fußball"
24 Proficlubs engagieren sich gemeinsam mit Amateurvereinen und sozialen Trägern

Staatsministerin Aydan Özoguz beim "Willkommen im Fußball"-Cup. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/114440 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH/Björn Bernat"

Berlin (ots) - Im Rahmen des ersten "Willkommen im Fußball"-Cups blickte die Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz am Freitag, 30. Juni, gemeinsam mit der DFL Stiftung, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), Profispieler Andreas Luthe und Mansur Faqiryar sowie jungen Geflüchteten auf zwei Jahre "Willkommen im Fußball" zurück. Im Frühjahr 2015 startete "Willkommen im Fußball" mit dem Ziel, durch offene Trainingsangebote jungen Geflüchteten einen Weg in die Gesellschaft zu ermöglichen. Dabei setzt das Programm auf Bündnisse bestehend aus einem Profiverein der Bundesliga oder 2. Bundesliga, einem Amateurverein und einem sozialen Träger.

Mittlerweile engagieren sich bundesweit 24 Bündnisse, fast 100 Organisationen beteiligen sich am Programm. Neben den Profivereinen und Amateurvereinen zählen Stiftungen, Jugendhilfeträger oder kommunale Akteure zum Netzwerk. Jede Woche werden mehr als 65 Trainingseinheiten umgesetzt und rund 800 junge Geflüchtete eingebunden. Über 600 Teilnehmende wurden seit Beginn der Angebote in den organisierten Vereinsfußball vermittelt. Die Spieler und Spielerinnen sind zwischen vier und 30 Jahre alt und kommen vor allem aus Syrien, Afghanistan, Irak. Auch viele Teilnehmende aus afrikanischen Ländern sowie einheimische Jugendliche kommen beim Training zusammen.

Die Bündnisse fördern die Jugendlichen in ihren Interessen, ihrem Können und Ehrgeiz. Fast 100 Geflüchtete übernehmen in den Bündnissen Verantwortung als Übungsleiter, Co-Trainer oder Sprachmittler. Einige geflüchtete Jugendliche absolvierten eine Junior-Coach-Ausbildung oder nahmen an Workshops zum Jugendleiter und Gruppenhelfer teil. Der Sport ist Anker in der neuen Heimat und schafft ein Zugehörigkeitsgefühl.

Die Bündnisse erhalten eine finanzielle Förderung von bis zu 20.000 Euro. Neben den Trainingsangeboten setzen sie damit Sprachkurse, Weiterbildungs- und Beratungsangebote, Feriencamps, Freundschaftsspiele und Turniere oder Stadtführungen um. Die Bündnisse entwickeln sich ständig weiter, verändern ihre Angebote und passen sich der Lebenssituation der jungen Geflüchteten an. Während zu Beginn Ankommen und Spracherwerb im Mittelpunkt standen, helfen viele Bündnisse nun bei der Ausbildungssuche oder dem Berufseinstieg.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration plant eine weitere Förderung von "Willkommen im Fußball". Die DFL Stiftung fördert auch in 2018 sicher weiter. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung will mit den Bündnissen den Fokus dann auf die Ansprache von Mädchen und Frauen, dem ehrenamtlichen Engagement im Verein und der Verknüpfung von Sportangeboten mit Berufsorientierung legen.

Staatsministerin Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, erklärt: "Unser Programm startete im März 2015 inmitten steigender Flüchtlingszahlen. Als im Herbst dann hunderttausende Menschen kamen, gehörten die Fußballvereine zu den ersten, die ihre Vereinsheime und Mannschaften sofort öffneten und Flüchtlinge unbürokratisch und kreativ integrierten. Dieses breite Engagement ist unbezahlbar, denn die Vereine sorgen nicht nur für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern sie stellen Pöbler und Hetzer aktiv ins Abseits. Inzwischen kommen deutlich weniger Flüchtlinge und ihre gesellschaftliche Integration rückt in den Fokus. Das berücksichtigt auch unser Programm: Standen zu Beginn offene Mitmachangebote im Vordergrund, unterstützen die Programm-Bündnisse jetzt Flüchtlinge gezielt beim Spracherwerb, bei der Ausbildungsplatzsuche oder beim Erwerb eines Trainerscheins."

"Woche für Woche gelingt es an inzwischen bundesweit 24 Standorten durch 'Willkommen im Fußball', insgesamt rund 800 geflüchtete Kinder und Jugendliche an unsere Gesellschaft heranzuführen. Künftig geht es noch stärker um die Unterstützung geflüchteter Mädchen und Frauen, den Ausbau der Qualifizierungsangebote und die Hilfe beim Einstieg in die Berufstätigkeit. Die jungen Geflüchteten werden auch weiterhin die Unterstützung erfahren, die sie brauchen und die wir gemeinsam mit unseren Bündnispartnern anbieten.", berichtet Stefan Kiefer, Vorstandsvorsitzender der DFL Stiftung.

Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, sagt: "In zwei Jahren hat sich 'Willkommen im Fußball' rasant entwickelt. Zu Beginn ging es in den Bündnissen zuallererst darum, Geflüchteten eine Beschäftigung anzubieten. Mittlerweile unterstützen die Bündnisse ihre Spielerinnen und Spieler dabei, sich zum Trainer zu qualifizieren oder in Ausbildung zu kommen. Der Sport und die Menschen in den Bündnissen sind seit Beginn für die Jugendlichen ein wirklich wichtiger Anker, um hier Fuß zu fassen."

"Willkommen im Fußball" ermöglicht jungen Geflüchteten den Zugang zum Sport, erleichtert den Einstieg in den organisierten Vereinsfußball und unterstützt Integration und gesellschaftliches Miteinander. Das bundesweite Programm setzt auf Willkommensbündnisse. Diese bestehen aus einem Proficlub der Bundesliga oder 2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen und Amateurvereinen. "Willkommen im Fußball" ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert durch die DFL Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Kontakt:

Anne Albrecht
Programmkommunikation
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung
Tempelhofer Ufer 11, 10963 Berlin
anne.albrecht@dkjs.de
Tel.: 030 25 76 76-13
Fax: 030 25 76 76-10
www.dkjs.de, #willkommenimfussball

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