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Hamburger Willkommensbündnisse mit HSV und FC St. Pauli stellen sich vor

Hamburger Willkommensbündnisse mit HSV und FC St. Pauli stellen sich vor / Programm- und Bündnispartner von "Willkommen im Fußball": v.l.n.r. Marius Dietrich, Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration; Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin Deutsche Kinder-... mehr

Hamburg (ots) - Der Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration besuchte heute im Volksparkstadion die beiden Hamburger Bündnisse des bundesweiten Integrationsprogramms "Willkommen im Fußball". Gemeinsam mit den Bündnispartnern wurde über die Integrationskraft des Sports gesprochen. Beide Profivereine ergänzen mit "Willkommen im Fußball" ihr bestehendes Angebot für junge Geflüchtete.

Das Bündnis mit der HSV-Stiftung "Der Hamburger Weg", dem HSV e.V. und dem Willkommen-Team Norderstedt e.V. bietet zwei Trainings die Woche für Jugendliche ab 16 Jahren an. Die Angebote finden auf der vereinseigenen Paul-Hauenschild-Sportanlage in Norderstedt unter Anleitung von Trainern des HSV statt. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, sich als Co-Trainer oder Sprachmittler einzubringen. Weitere Sportangebote des HSV e.V. wie Badminton und Hockey werden für die jungen Geflüchteten geöffnet. Die Ansprache erfolgt über das Willkommen-Team Norderstedt.

Für Kinder und Jugendliche der Erstaufnahme Papenreye zwischen 4 und 18 Jahren bietet das Bündnis um den FC St. Pauli zwei Mal die Woche ein Training auf dem eigenen Trainingsgelände an. Der Kontakt erfolgt über den ARBEITER-SAMARITER-BUND Hamburg, der die Kinder und Jugendlichen im Alltag betreut. A- und B-Jugend-Spieler werden an den Bündnispartner TuS Germania Schnelsen vermittelt. Die Bündnispartner arbeiten am Aufbau einer Plattform für die Vernetzung und Vermittlung von geflüchteten Spielern und Spielerinnen in Hamburg.

Beide Profivereine geben gemeinsam und in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Sportbund ihre Expertise an Amateurvereine weiter. Zusammen machen sie sich stark für die Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in den organisierten Vereinsfußball.

Staatsministerin Aydan Özoguz erklärt: "Fußball bringt überall Menschen auch über kulturelle Unterschiede hinweg sehr unverkrampft zusammen und kann so den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Er folgt überall den gleichen Regeln, fördert die Begegnung, schafft Verständigung und baut wechselseitige Vorurteile im gemeinsamen Erleben ab. Kein Team hat Erfolg ohne Zusammenhalt. Und der Fußball erreicht so viele Menschen wie keine andere Sportart. Daher eignet sich der Fußball ganz besonders, vor allem junge Menschen zu erreichen."

"Wir sind über unsere unterschiedlichen Aktivitäten, mit denen wir uns für Geflüchtete engagieren, auch in Kontakt mit dem 'Willkommensbündnis' gekommen. Zum einen ist es ein sehr gutes bundesweites Projekt, das die Kraft des Sports in unserer Gesellschaft zeigt. Zum anderen sind wir als gesamter HSV gefragt, uns bei diesen Themen als Gemeinschaft einzubringen, was in diesem Projekt besonders gut zum Ausdruck kommt", berichtet Dietmar Beiersdorfer, Vorstandsvorsitzender der HSV Fußball AG.

Andreas Rettig, Geschäftsführer vom FC St. Pauli, führt an: "Besonders seit Beginn der Flüchtlingskrise hat der Verein gemeinsam mit der Fanszene verschiedene Aktionen durchgeführt, mit der wir eine Willkommenskultur etablieren wollten und etabliert haben. Der FC St. Pauli steht seit Jahren für gesellschaftliche Verantwortung. Unser Ziel ist es immer, schnell, bedarfsgerecht und unbürokratisch zu helfen." Jens Meier, Präsident des HSV e.V., sagt: "Der Fußball spricht alle Sprachen und verbindet Menschen jeder Herkunft. Er bietet eine sehr gute Möglichkeit, dass Flüchtlinge mit den Menschen in ihrem Wohnort zusammenkommen und gemeinsame Erlebnisse teilen. Das HSV-Training ist inzwischen zum festen Bestandteil im Leben der Teilnehmer geworden und hilft ihnen in Hamburg und Norderstedt noch besser Fuß zu fassen."

"Das Fußballtraining für Geflüchtete ist ein Startpunkt. Für die Zukunft wünschen wir uns, dass die Teilnehmer, wo es vom Leistungsstand her möglich ist, den Weg in Vereinsmannschaften finden und hier am Punktspielbetrieb teilnehmen. Denn nur so kann Integration erfolgreich stattfinden", meint Stephanie Sturmhoebel vom Willkommen-Team Norderstedt.

Michael Sander, Geschäftsführer vom ARBEITER-SAMARITER-BUND erklärt: "Durch Angebote wie das regelmäßige Fußballtraining in unserer ZEA Papenreye, das das Bündnis 'Willkommen im Fußball' ermöglicht, sorgen wir dafür, dass sich die Flüchtlingskinder für einen Moment wie 'normale' Kinder austoben und dabei glücklich sein können. Der Sport hilft, die teils sehr dramatischen Erlebnisse der Flucht und die vielen furchtbaren Bilder in den Köpfen der Kinder zu verdrängen. Darüber hinaus können wir über die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer eine Brücke bauen, die aus meiner Sicht dringend notwendig ist auf dem herausfordernden Weg zu einer gelungenen Integration."

"Willkommen im Fußball" ermöglicht jungen Geflüchteten den Zugang zum Sport und unterstützt Integration und gesellschaftliches Miteinander. Das Programm setzt auf Willkommensbündnisse. Diese bestehen aus einem Proficlub der Bundesliga oder 2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen und Amateurvereinen. "Willkommen im Fußball" ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert durch die Bundesliga-Stiftung und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

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