PEACE

Ein Weltkonto als Antwort auf Flucht und Armutsmigration
Der UNO liegt eine internationale Studie vor. Demnach würde die Mehrheit der Deutschen ein neues UN-Weltkonto unterstützen

Daniela° Tiben, Sprecherin der Bürgerbewegung 'Planet Earth Account' / Der UNO liegt eine internationale Studie vor. Demnach würde die Mehrheit der Deutschen ein neues UN-Weltkonto unterstützen. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/114308 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. ...

Berlin (ots) - Der UN-Gipfel am kommenden Wochenende vereinbart Schlüsselziele für die Weltgemeinschaft. Niemand bezweifelt ihre Bedeutung für unsere Zukunft, sei es für ein nachhaltiges Wachstum der Wirtschaft oder im Hinblick auf Fluchtwellen und Armutsmigration. Doch die Finanzierung der Ziele ist weniger klar. Die Bürgerbewegung 'Planet Earth Account' ersucht deshalb die Bundesregierung, bei dem bevorstehenden UN-Gipfel ein UN-Weltkonto zu thematisieren. Dazu legte sie dem UN-Generalsekretär sowie dem Bundeskanzleramt internationale Umfrageergebnisse vor.

"Das Ergebnis einer internationalen TNS-Emnid-Untersuchung, die wir im Frühjahr beauftragten, ist ermutigend", bestätigen Daniela° Tiben und Joachim° Ackva, die Sprecher von 'Planet Earth Account'. "Demnach sind viele Menschen bereit, ein Tausendstel ihres Privatvermögens in ein neues UN-Weltkonto einzuzahlen. Sie wollen einen Motor, um globale Zusammenarbeit anzutreiben: eine besser geschützte Umwelt, mehr Wohlstand für alle, mehr Frieden und dadurch auch weniger Menschen auf der Flucht. Dies betrifft das Wohl Deutschlands in erheblichem Maß. Daher ist es wichtig, dass die Bundesregierung bei dem Gipfel in New York ein UN-Weltkonto thematisiert."

Gemäß den Umfrageresultaten sind 38 Millionen erwachsene Deutsche willens, ein Tausendstel ihres Privatvermögens in ein neues UN-Weltkonto einzuzahlen. 9 Millionen Briten, 14 Millionen Russen, 21 Millionen Japaner und 70 Millionen US-Amerikaner ebenso. Aus diesen Werten hochgerechnet kämen global rund 70 Milliarden US-Dollar zusammen. Das entspricht dem 24fachen regulären UN-Jahresbudget. Ein derartiges UN-Weltkonto könnte die neuen "Nachhaltigen Entwicklungsziele" mitfinanzieren und dadurch zögerliche Regierungen und Konzerne mitziehen.

Spanien gründete bereits 2014 zusammen mit den Vereinten Nationen einen kleinen Fonds für die neuen Ziele. Die globale Zivilgesellschaft könnte dies nun in großem Maßstab vollziehen. Die Mehrheit einer weiteren Umfrage im Auftrag von 'Planet Earth Account' wählte dafür folgende Art des Bürgereinflusses: Die Vereinten Nationen sollten für jedes der definierten Ziele ein Unterkonto anlegen, so dass Einzahler selbst über die geförderten Aktivitäten mitentscheiden könnten.

Die Welt in New York

Vom 25.-27. September treffen sich über 100 Staats- und Regierungschefs in New York. Sie beschließen 17 'Nachhaltige Entwicklungsziele' für die globale Kooperation (Sustainable Development Goals - SDGs). Das Umsetzen der Ziele entscheidet, ob ein weltweiter Wandel möglich wird: z.B. hin zu mehr Bildung, Chancengleichheit, Frieden, Gesundheit, Infrastruktur, Kaufkraft für Arme, Klimasicherheit, lebenserhaltenden Ökosystemen, nachhaltigen Konsum- und Produktionsmustern, Regierungsqualität und globaler Zusammenarbeit. Auch die Weltwirtschaft könnte durch eine solche Ausbreitung von Kaufkraft und Vertrauen nachhaltig profitieren.

Ziele ja, Beitrag nein?

In New York werden die Regierungen erklären, was sie erreichen möchten. Bei einem kürzlichen Treffen in Addis Abeba legten sie dar, wie sie es tun wollen. Diese vorbereitende Konferenz im Juli offenbarte jedoch wenig Handfestes. Die Addis Abeba Action Agenda "ist fast völlig befreit von zu erbringenden Leistungen, offenbart eine unüberbrückte Lücke zwischen der Rhetorik des Anspruchs und der Realität der Handlungen", resümierte die Koordinierungsgruppe der teilnehmenden Zivilgesellschaft. Der deutsche entwicklungspolitische Dachverband VENRO folgerte: "Wie die Weltgemeinschaft mit dem Aktionsplan von Addis Abeba einen nachhaltigen Entwicklungsweg einschlagen will, ist schleierhaft."

Pressekontakt:

Planet Earth Account
Joachim° Ackva
joachim.ackva@planetearthaccount.org
Daniela° Tiben
daniela.tiben@planetearthaccount.org
+49 152 5603 4169



Weitere Meldungen: PEACE

Das könnte Sie auch interessieren: