Familienbetriebe Land und Forst

NABU geht auf Landwirtschaft zu - für gemeinsames Leitbild

Berlin (ots) - Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) will mehr Dialog mit Land- und Forstwirten. "Wir sind nicht der Antibauernverband", betonte Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes NABU, auf dem Zukunftskongress der Familienbetriebe Land und Forst (FAB) vor mehr als 450 Teilnehmern in Berlin. Dialog ist wichtig. Es werde jedoch aus seiner Sicht immer einen Spannungsbogen zwischen Naturschutz und Land- und Forstwirtschaft geben.

Auf der einen Seite soll zwar die Landwirtschaft die Bevölkerung mit ausreichend Lebensmitteln versorgen und dazu beitragen, den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Auf der anderen Seite soll aus Sicht der Umweltverbände jedoch möglichst wenig Fläche bewirtschaftet werden, um den Artenschutz zu erhalten. Vertragsnaturschutz könnte ein Lösungsansatz sein, wenn er verlässlich ist und die Betriebe davon leben könnten, so Tschimpke. Für die Zukunft brauche es tragfähige, unbürokratische neue Lösungen. Deshalb regte er an, ein gemeinschaftliches Leitbild mit den Praktikern aus Land- und Forstwirtschaft zu entwickeln.

Michael Prinz zu Salm-Salm, Vorsitzender der FAB, kritisierte die einseitigen Belastungen für die Land- und Forstwirte. Extra eingeforderte Leistungen für den Umweltschutz sollten künftig auch extra vergütet werden. Salm warnte davor, die unternehmerische Freiheit durch immer mehr Bürokratie und neue Verordnungen weiter zu beschneiden. In der jetzigen dramatischen Wirtschaftslage hätte das fatale Folgen für zigtausende Betriebe, die derzeit ums Überleben kämpfen.

Konstruktiver Austausch und ganzheitliches Denken seien jetzt gefordert,so Salm. Sonst fahre der Karren gegen die Wand. "Käseglockennaturschutz vom grünen Tisch aus, bringt keine nachhaltige Lösung." Die Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem garantiere erst die Nachhaltigkeit. Die Familienbetriebe Land und Forst setzen sich für unternehmerische Freiheit und für die Stärkung der Wirtschaftskraft im ländlichen Raum ein.

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*vormals Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände. e.V.

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