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Verband leitender Orthopäden und Unfallchirurgen Deutschlands e.V. (VLOU) macht deutlich: Patienten können vor Operationen Zweitmeinung einholen und sollten Spezialisten wählen

Verband leitender Orthopäden und Unfallchirurgen Deutschlands e.V. (VLOU) macht deutlich: Patienten können vor Operationen Zweitmeinung einholen und sollten Spezialisten wählen
Prof. Dr. med. Karl-Dieter Heller, Vorsitzender des Verbands leitender Orthopäden und Unfallchirurgen Deutschlands e.V. (VLOU) / Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/113398 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/VLOU"

Berlin (ots) - "Man kann es nicht deutlich genug sagen: Jeder Patient hat das Recht, die gestellte Diagnose von einem anderen Arzt begutachten zu lassen", betont VLOU-Vorsitzender Prof. Dr. med. Karl-Dieter Heller. "Und nicht nur das Recht - das ist auch aus verschiedenen Gründen sinnvoll." Die Mitglieder des VLOU sind leitende Orthopäden und Unfallchirurgen. Häufig kommen verunsicherte Patienten zu ihnen. Grund dafür sind die immer wiederkehrenden Schlagzeilen: Man wirft Ärzten zu Unrecht vor, oft aus rein wirtschaftlichen Interessen zu operieren, ohne dass es eine medizinische Notwendigkeit gäbe. So kommen Zweifel an der Diagnose und an den vorgeschlagenen Behandlungen auf. Die Empfehlungen der Ärzte werden schlicht grundlos in Frage gestellt.

Sicherheit durch zweite Meinung

"Natürlich möchte sich niemand operieren lassen, wenn das nicht notwendig ist. Und genau dafür gibt es ja so etwas wie ein Zweitmeinungs-System", macht Karl-Dieter Heller deutlich. Dabei handelt es sich um ein Angebot vieler Krankenkassen, sich in ausgewiesenen Zweitmeinungs-Zentren von Spezialisten der Fachbereiche eine weitere Beurteilung einzuholen. So erhalten verunsicherte Patienten eine zusätzliche, neutrale Bewertung ihrer Unterlagen und können sich mit einem kostenfreien Rat zu Diagnose und Behandlungsvorschlägen Sicherheit verschaffen.

"Jeder vernünftige Arzt sollte Verständnis dafür haben, dass sich ein Patient eine zweite Meinung einholen will", so Karl-Dieter Heller. Gerade bei planbaren Operationen, langfristigen Behandlungen oder schwerwiegenden Krankheiten ist das sinnvoll. Für den VLOU-Vorsitzenden ist es einfach sehr wichtig, dass die Patienten vor einem möglichen Eingriff sicher sind, die richtige Entscheidung getroffen zu haben und Chancen und Risiken der Operation besser einschätzen zu können.

"Bei einer zweiten Meinung geht es nicht darum, die Behandlung des Patienten in einem anderen Haus durchführen zu lassen. Es geht um die Bewertung der Behandlungs-Empfehlung", so Heller. "Eine solche Zweitberatung kann zu zwei Ergebnissen führen: Entweder wird die Diagnose für die empfohlene Operation bestätigt - oder eben nicht. Wenn das so ist, wird der Arzt von einem solchen Eingriff zu diesem Zeitpunkt abraten und Alternativen aufzeigen", erläutert er.

Erfahrene Spezialisten wählen

Für Karl-Dieter Heller gehört zur Patienten-Entscheidung auch, dass dieser sich vor einem Eingriff über das Krankenhaus und den behandelnden Arzt sachkundig macht. Er empfiehlt, sich die Jahresberichte der Klinik in Bezug auf Operationszahlen anzusehen und den Chirurgen nach seinen Kenntnissen und Fähigkeiten im Zusammenhang mit dem gewählten Verfahren zu befragen. "Eine hohe Erfahrung des Operateurs bei einem speziellen Eingriff ist sinnvoll", erläutert Karl-Dieter Heller seine Empfehlung. "Denn für jeden Bereich gibt es erfahrene Spezialisten."

Pressekontakt:

Sigrid Baum, Pressesprecherin, VLOU 
Verband leitender Orthopäden und Unfallchirurgen Deutschlands e. V.
c/o Baum-Kommunikation, Gelderner Straße 67 - 69, 47661 Issum
Telefon: 0 28 35 / 44 01 24, Fax: 0 28 35 / 42 15
E-Mail: vlou@baum-kommunikation.de, www.vlou.de
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