Stiftung für Freiheit & Vernunft

"Verblendete Enteignungspläne"
Bargeldinitiativen kritisieren Vorstöße von Kenneth Rogoff scharf

München (ots) - "Rogoff spricht sich nicht nur für die Fortführung der völlig verfehlten Zentralbankpolitik aus, er will sie sogar noch potenzieren und hierfür ein Kernelement der Freiheit opfern", so kommentiert Prof. Joachim Starbatty, Erstunterzeichner der Initiative Stop-Bargeldverbot.de, die jüngsten Äußerungen von Kenneth Rogoff. Der Harvard-Professor Rogoff hatte koordinierte Aktionen der Zentralbanken gefordert und sich für deutlich höhere, negative Zinssätze ausgesprochen, um die nächste Krise "schnell überwinden" zu können. Um diese Negativzinsen überhaupt durchsetzen zu können, setzt er auf die weltweite Abschaffung des Bargelds oder zumindest eine drastische Einschränkung des Bargeldverkehrs.

"Die Äußerungen Rogoffs sind blanker Hohn", so Starbatty weiter. Weder die QE-Programme noch die Null- bzw. Negativzinssätze der Zentralbanken haben die Krise gelöst. Im Gegenteil, sie haben nur dazu geführt, dass sich neue Blasen bei den Vermögenswerten bilden konnten. "Nun will Rogoff mehr vom gleichen Gift. Dieses Gift aber wollen die Bürger nicht schlucken. Deshalb kämpft Rogoff so vehement für die Abschaffung des Bargelds. Es ist die effektivste Methode, sich gegen negative Zinssätze zu verteidigen. Damit steht es den verblendeten Enteignungsplänen dieses angeblichen Wirtschaftsexperten im Wege."

"In der Tat", ergänzt Gottfried Heller, ebenfalls Erstunterzeichner der Initiative Stop-Bargeldverbot.de "ist Bargeld die Bastion wirtschaftlicher Selbstbestimmung und damit eine essentielle Säule der Freiheit." Ohne Bargeld wäre nicht nur eine vollständige Überwachung und Kontrolle der Bürger möglich, es bestünde dann auch keinerlei Möglichkeit mehr, sich gegen staatliche Zugriffe auf die erarbeiteten Ersparnisse zu schützen. Dabei sind Negativzinsen die extremste Form der Enteignung. Der IWF hat bereits eine einmalige Vermögensabgabe ins Spiel gebracht, um die Schuldenkrise zu lösen. Auch werden dann Bail-Ins, bei denen die Sparer für eine Bankpleite haften, problemlos möglich. "Ohne Bargeld ist der Bürger den staatlichen Enteignungs- und Überwachungsträumen schutzlos ausgeliefert. Dies dürfen wir nicht zulassen."

Die Initiative www.stop-bargeldverbot.de kommt gemeinsam mit der Volkspetition Bargeldverbot stoppen! auf mehr als 155.000 Unterstützer, die das Bargeld erhalten wissen wollen. Zusammen mit dem Verein Pro Bargeld e.V. veranstalten sie am 22. Oktober eine große Kundgebung in Frankfurt am Main für den Erhalt des Bargelds. Als Redner werden unter anderem Joachim Starbatty und Gottfried Heller auftreten.

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