Developer Week

Studie: Manipulationsgefahr durch Social Bots im Bundestagswahlkampf - Wähler sind in Sorge

Studie: Manipulationsgefahr durch Social Bots im Bundestagswahlkampf - Wähler sind in Sorge / Studie der Developer Week: Manipulationsgefahr durch Social Bots im Bundestagswahlkampf - Wähler sind in Sorge. Quelle: Developer Week 2017/Fittkau & Maaß Consulting / Weiterer Text über ots und... mehr

Nürnberg (ots) - Social Bots für Wahlkampfzwecke einsetzen? Die deutliche Mehrheit der deutschen Wähler möchte das nicht. Die Parteien haben zwar offiziell erklärt, vom Einsatz der Softwareroboter als Stimmungsmacher in Sozialen Medien abzusehen. Jedoch herrscht bei den Wählern Zweifel an der Glaubwürdigkeit dieser selbst auferlegten Selbstverpflichtung: Nur jeder Zweite glaubt daran, dass sich die Parteien auch daran halten werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Online-Befragung der Entwicklerkonferenz Developer Week (DWX), die von Fittkau & Maaß Consulting unter 1.200 deutschen Internet-Nutzern durchgeführt wurde, und heute auf der gleichnamigen Konferenz in Nürnberg veröffentlicht wird.

Was haben Softwareroboter mit der Bundestagswahl zu tun? Social Bots, die in sozialen Medien liken und retweeten, texten und kommentieren, können gezielt eingesetzt werden, um Meinungen zu verbreiten bzw. zu verstärken oder um Meldungen in den Umlauf zu bringen. Bei Inhalten zum Wetter oder Reise ist das harmlos, bei politischen Einstellungen zu emotionalen Themen wie Flüchtlingskrise, Europapolitik und Extremismus kann die Befeuerung gefährlich werden und das Stimmungsbild verzerren. Wie schätzen deutsche Internet-Nutzer Stimmungsmache im Netz in Zeiten des Bundestagswahlkampfs ein? Die Developer Week untersuchte in einer repräsentativen Studie deren Einstellungen und Meinungen.

Einfach zu erkennen sind die Meinungsroboter nicht. 42 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nicht unterscheiden können, ob ein Beitrag von einer natürlichen Person oder einem Bot stammt. Entsprechend kritisch stehen deutsche Nutzer diesem Thema gegenüber: 59 Prozent glauben, dass bereits viele Meldungen bzw. Accounts in Sozialen Medien »Fakes« sind und für Stimmungsmache missbraucht werden. 42 Prozent der befragten Deutschen sind davon überzeugt, dass Social Bots im Jahr 2016 politische Entscheidungen wie den Brexit und die US-Präsidentschaft von Donald Trump mitentschieden haben.

Social Bots als Gefahr für demokratischen Meinungsbildungsprozess

Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Bundestagswahl forderten schon Anfang des Jahres etliche deutsche Politiker ein Verbot der Meinungsroboter im Wahlkampf. Alle Parteien distanzierten sich öffentlich, die Softwareroboter einzusetzen - es herrschte Einigkeit in der Parteienlandschaft. Die Studie gibt ihrer Entscheidung recht: 57 Prozent der Befragten begrüßt es, dass Parteien von der Social Bot-Nutzung im Wahlkampf absehen. An der Glaubwürdigkeit der Selbstverpflichtung herrscht jedoch Zweifel: 51 Prozent glauben nicht daran, dass sich alle Parteien daran halten werden.

Was bleibt, ist Skepsis: Mehr als jeder Zweite ist der Ansicht, dass Social Bots eine Gefährdung für den Meinungsbildungsprozess in einer Demokratie darstellen. Und sogar 60 Prozent machen sich Sorgen, dass Social Bots in Zukunft immer öfter Menschen und Entscheidungen manipulieren werden.

"Auch Softwareentwickler müssen sich bei ihrer Arbeit, hier beispielhaft herausgegriffen bei der Programmierung von Social Bots, ethischen Grundsätzen stellen", kommentiert Florian Bender, Projektleiter der DWX und Initiator der Studie, die Ergebnisse. "Daher werden wir uns auf der diesjährigen Konferenz auch dem Thema der sozialen Verantwortung widmen und mit unseren Experten diskutieren."

Die Developer Week untersuchte in einer aktuellen Studie die Wahrnehmung von Social Bots in der Öffentlichkeit und deren Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung in Zeiten des aktuellen Wahlkampfes in Deutschland. Auch die ethische Verantwortung der Softwareentwickler wurde bei der Untersuchung berücksichtigt. Darüber hinaus wurden auch Nutzermeinungen über den Einsatz von Chatbots im Internet, z.B. beim Webshopping, erhoben. Die vollständigen Studienergebnisse veröffentlicht die Developer Week heute in Nürnberg anlässlich der gleichnamigen Entwicklerkonferenz. Eine Studiendokumentation mit ausführlichen Grafiken kann kostenlos per E-Mail unter medienberatung@vaubel.de angefordert werden.

   Termin Developer Week 2017: 
   26.-29. Juni 2017, NCC Ost, Messe Nürnberg 
   Informationen und Anmeldung unter www.developer-week.de 
   Developer Week 2018: 25. bis 28. Juni 2018 

Die Developer Week ist eine Veranstaltung für Softwareentwickler, bestehend aus drei Tagen Konferenz, einem Workshop-Tag, einer Fachmesse und zahlreichen Abendveranstaltungen. Entwickler, die sich zu brandaktuellen Trendthemen in der Softwareprogrammierung oder aber zu den elementaren Grundlagen in der Themenwelt .NET, Web und Mobile weiterbilden wollen, sind auf der Developer Week 2017 goldrichtig. Insgesamt rund 150 renommierte Softwareexperten aus dem In- und Ausland präsentieren in 200 Sessions umfassendes Know-how und teilen ihr Wissen und ihre Erfahrung aus zahlreichen erfolgreich umgesetzten Softwareprojekten.

Links
Webseite:	http://www.developer-week.de
Facebook:	http://www.facebook.com/DeveloperWeek
Twitter:	http://twitter.com/developer_week #dwx17 

Über die Developer Week (DWX)

Die Developer Week (DWX) ist eine der größten unabhängigen Entwicklerkonferenzen Europas mit rund 200 Sessions, 200 Referenten und einer Ausstellung mit mehr als 30 Partnern. Die nächste DWX findet vom 26. bis 29. Juni 2017 in Nürnberg statt. Die DWX ist eine Marke des Medien- und Weiterbildungsunternehmens Neue Mediengesellschaft Ulm mbH, München. Das Unternehmen bedient mit der DWX, diversen Fachkongressen, der Fortbildungsplattform developer-media, der Webseite webundmobile.de und dotnetpro.de, der Fachzeitschriften web & mobile developer und dotnetpro, mit eBooks, und Apps die Zielgruppe der Software-Entwickler mit profundem Fachwissen, topaktuellen News und wichtigen Kontakten.

Bei Rückfragen:

Vera Vaubel
Tel.: +49 (89) 98103987
Fax: +49 (89) 98103988
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Gumppenbergstr. 6, 81679 München
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