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Bepanthen-Kinderförderung: Parkour-Training für Arche-Kinder als diesjähriges Förderprogramm

Im Parkour-Sport geht es nicht allein um das Gelangen von einem zum nächsten Ort. Es geht vielmehr um Verständnis, die Wahrnehmung der eigenen Fähigkeiten, die Unterstützung untereinander und das Stärken eines jeden einzelnen. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/113164 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle ...

Leverkusen (ots) - Vertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl - Eigenschaften, die in dem aktuellen Förderprogramm "Parkour" der Bepanthen-Kinderförderung bei den teilnehmenden Arche-Kindern verstärkt werden sollen. Das Training wird in diesem Jahr bundesweit an fünf Arche-Standorten angeboten. Die Teilnehmer - über 100 sechs- bis zwölfjährige Kinder - konnten sich für das Programm anmelden und wurden von den Pädagogen der Arche ausgewählt. Das Förderprogramm gliedert sich in verschiedene Veranstaltungen, eine Auftaktveranstaltung und vier Workshoptage pro Stadt.

Bereits seit 2008 setzt sich die Bepanthen-Kinderförderung für sozial benachteiligte Kinder ein und unterstützt das Kinder- und Jugendwerk "Die Arche" e.V. mit Förderprogrammen und jährlichen Spenden. In diesem Jahr wurde das Parkour-Training aufgrund der Ergebnisse der Gewaltstudie 2013 ins Leben gerufen.

In der Studie zeigte sich, dass fast ein Viertel der Kinder in Deutschland Opfer von Gewalt- und Missachtungserfahrungen sind. "Die Folgen sind sehr verschieden. Betroffene Kinder leiden jedoch oftmals unter Angstzuständen, Vertrauensverlust, etablieren nur geringe Konfliktlösungsstrategien und haben Selbstwertprobleme. Das Bepanthen-Förderprogramm bietet somit den Arche-Kindern eine soziale Plattform, in der sie ihre Persönlichkeit individuell entwickeln und gemeinsam stärken können", erklärt Arche-Gründer Bernd Siggelkow.

Gemeinschaftsgefühl durch Parkourtraining

Im Parkour-Sport geht es nicht allein um das Gelangen von einem zum nächsten Ort. Im Vordergrund steht das Motto: Der gemeinsame Weg ist das Ziel! So geht es vielmehr um Verständnis, die Wahrnehmung der eigenen Fähigkeiten, die Unterstützung untereinander und das Stärken eines jeden einzelnen. Beim Bewältigen des Parkours brauchen die Kinder Mut und Teamgeist. Das Parkour-Training hilft somit den Kindern bei der Entwicklung und dem Aufbau sozialer Werte - durch die Bewältigung schwieriger Bewegungsabläufe, dem Assistieren anderer Teilnehmer mit körperlichen Hilfestellungen und dem Mutmachen durch bekräftigendes Zusprechen.

Persönliche Unterstützung durch Katia Saalfrank

Der Start des Förderprogramms in Berlin, der diese Veranstaltungsreihe einleitet, wird von Katia Saalfrank pädagogisch begleitet. Die Diplom-Pädagogin setzt sich seit 2013 als Schirmherrin der Bepanthen-Kinderförderung für Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen ein. "Wichtig ist, dass die Kinder insgesamt gute Beziehungserfahrungen mit sich und einer vertrauten Gruppe machen können. So können sie durch das Parkour-Training innerlich wachsen und nehmen das positiv und gemeinsam Erlebte mit in ihren Alltag. Die Bepanthen-Kinderförderung leistet zusammen mit der Arche einen wesentlichen Beitrag zur Förderung und Stärkung der Kinder in ihren Bedürfnissen. Kinder werden hier mit ihren Nöten und Ängsten ernst genommen und Themen, wie Gewalt in Familien enttabuisiert - dies zu unterstützen ist mir persönlich ein besonderes Anliegen", bekräftigt Katia Saalfrank.

Gewaltstudie 2013 als Ausgangspunkt der Förderung

Kinder jeden Alters werden mit Gewalt, Aggressionen oder Missachtung konfrontiert. Sie werden geärgert, getreten, ausgegrenzt oder beleidigt. Gewalt ist in Deutschland für viele Kinder und Jugendliche erschreckender Alltag. Fast ein Viertel (22,3%) wird von Erwachsenen in ihren Familien oft oder manchmal geschlagen; 28% davon sind Kinder ab sechs Jahren, etwa 17% Jugendliche. Überraschend sind diese Ergebnis der Gewaltstudie 2013 vor allem deshalb, weil es bereits seit 13 Jahren ein gesetzlich verankertes Recht (§1631 Abs. 2 BGB) auf eine gewaltfreie Erziehung gibt.

Die Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes sind prekär. "Gewalterfahrungen,Abwertungen und Missachtung gehören zum Alltag vieler Kinder und Jugendlicher - oft geschieht Gewalt in Familien hinter geschlossenen Türen. Es ist notwendig, dass wir hinschauen und manchmal auch selbst handeln. Auch brauchen diese Kinder unsere Unterstützung und geschützte Räume in denen sie sich sicher fühlen und Ansprechpartner für ihre Bedürfnisse finden können. Nur, wenn Kinder auch stabile und vertrauensvolle Beziehungen erfahren, haben sie eine Chance trotzt der Gewalterfahrungen auch ein gutes Selbstwertgefühl zu entwickeln", erläutert Katia Saalfrank. Die Bepanthen-Kinderförderung nimmt sich der Situation an und unterstützt kontinuierlich sozial benachteiligte Kinder.

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