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Energiekosten: Was Stromtarifrechner wirklich taugen

Berlin (ots) - Die hohen Stromkosten ärgern viele Verbraucher, daran werden auch die angekündigten Preissenkungen einiger Grundversorger nichts ändern. Mit Hilfe von Vergleichsseiten im Internet können Wechselwillige weit günstigere Tarife finden. Doch nicht alle Tarifrechner liefern gute Ergebnisse. Und selbst die besseren Rechner machen es schwer, verbraucherfreundliche, gute Tarife zu finden. Das gemeinnützige Online-Verbrauchermagazin Finanztip hat die Qualität der wichtigsten Vergleichsportale untersucht und zwei gute Angebote gefunden.

Bei mehr als 1.000 Stromversorgern und mehr als 10.000 Stromtarifen haben es Verbraucher schwer, die Qualität der Angebote zu überblicken und den für ihre Bedürfnisse günstigsten Tarif zu finden. Zwar gibt es im Internet diverse Vergleichsportale, doch die speziellen Rechner durchsuchen meist nicht alle Tarife, haben unterschiedliche Einstellmöglichkeiten und kommen somit zu unterschiedlich guten Ergebnissen.

Das gemeinnützige Online-Verbrauchermagazin Finanztip hat daher die Stromrechner von acht Vergleichsportalen untersucht und analysiert, mit welchem Portal Verbraucher den günstigsten Tarif mit fairen Bedingungen finden. Nur bei Verivox und Check24 lässt sich der Rechner so einstellen, dass unfaire Bedingungen für den Verbraucher weitestgehend ausgeschlossen sind. Im direkten Vergleich liefert Verivox etwas bessere Ergebnisse als Check24. Der Test der Finanztip-Experten zeigt allerdings auch, dass Verbraucher selbst bei diesen beiden Portalen unbedingt die Voreinstellungen ändern sollten, um nicht in die Falle von unseriösen Anbietern zu geraten.

Wie zweifelhafte Anbieter entfernt werden

Sechs der acht untersuchten Vergleichsportale lassen sich nicht so einstellen, dass zweifelhafte Stromanbieter aus der Tarifliste entfernt werden können. Der Test berücksichtigte 14 Postleitzahl-Regionen in ganz Deutschland und zwei Verbrauchsmengen. Sieger Verivox fand in 20 Fällen ein genauso günstiges Angebot wie Check24 und darüber hinaus in den acht übrigen Fällen sogar noch ein besseres. Der Preisunterschied bei den abweichenden Ergebnissen war mit durchschnittlich 8 Euro für einen Single-Haushalt beziehungsweise 29 Euro für eine vierköpfige Familie im Jahr allerdings nicht so groß.

"Die guten Ergebnisse liefern die Testsieger nur dann, wenn die Nutzer die Voreinstellungen der Portale ändern", erklärt Finanztip-Energieexperte Daniel Pöhler. So sei es für Nutzer, die nicht jedes Jahr den Anbieter wechseln wollen, wichtig, den Neukundenbonus nicht einzurechnen. Denn sonst könnten Angebote in der Ergebnisliste auftauchen, die nur im ersten Jahr günstig sind, in den Folgejahren dagegen teuer werden können. Auch sollte die sogenannte Anschlusslaufzeit auf einen Monat beschränkt werden, um nach Ablauf der Preisgarantie den Anbieter gegebenenfalls schnell und unkompliziert wechseln zu können.

Außerdem sollten die Rechner so eingestellt sein, dass auch Tarife auftauchen, die nicht direkt über das Portal abgeschlossen werden können. Verbraucher schalten daher am besten folgende Optionen aus: Tarif mit Weiterempfehlung, Tarife gemäß Richtlinien, direkte Wechselmöglichkeit.

Mit den richtigen Einstellungen lohnt sich der Wechsel des Stromtarifs mit Hilfe der Portale der Testsieger: Bei einem Verbrauch von 5.000 Kilowattstunden sind zum Beispiel in Hamburg jährlich rund 260 Euro Ersparnis im Vergleich zum Grundtarif möglich.

Hier finden Sie den vollständigen Test der Stromtarifrechner: www.finanztip.de/stromvergleich.

Screenshots mit den empfohlenen Einstellungen der Vergleichsportale finden Sie im Pressebereich von Finanztip.

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