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Studie: Zwei Drittel CO2-Reduktion im Gebäudebestand sind realistisch - Effizientes Heizen ist der wichtigste Schlüssel

Studie: Zwei Drittel CO2-Reduktion im Gebäudebestand sind realistisch - Effizientes Heizen ist der wichtigste Schlüssel
Fahrpläne zur CO2-Reduktion. So gelingt die klimaeffiziente Sanierung von Mehrfamilienhäusern. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/112647 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Zukunft ERDGAS"

Essen (ots) - Eine Studie von Zukunft ERDGAS zeigt, wie sich CO2-Emissionen im vermieteten Mehrfamilienhausbestand drastisch reduzieren lassen. Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS e. V.: "Klimaschutz ist möglich und bezahlbar, wenn die richtigen Maßnahmen ergriffen werden."

Im Bestand der vermieteten Mehrfamilienhäuser lassen sich bis 2050 rund zwei Drittel der CO2-Emissionen gegenüber 1990 vermeiden. Das ist das Ergebnis der Studie "Sanierungsfahrpläne für Mehrfamilienhäuser: Wie kann die klimaeffiziente Sanierung des Gebäudebestands gelingen?", die Zukunft ERDGAS heute auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Messe E-world in Essen vorgestellt hat.

724 gebäudeindividuelle Sanierungsfahrpläne

Die Studie arbeitet mit repräsentativen Fallbeispielen, die zu einem Gesamtergebnis hochgerechnet werden. "Wir haben 724 gebäudeindividuelle Sanierungsfahrpläne erstellt und auf dieser sehr komplexen - und damit realitätsnahen - Grundlage ein Einsparpotenzial errechnet, das nicht nur wünschenswert, sondern auch realistisch ist", sagt Kehler. "Jeder Sanierungsfahrplan braucht einen Finanzierungsfahrplan. Deshalb haben wir nur solche Maßnahmen berücksichtigt, die sich Mieter und Vermieter auch wirklich leisten können."

Schlüsselfaktor: effizientes Heizen

Die Studie zeigt: Effizientes Heizen ist der wichtigste Schlüssel für den Klimaschutz im Gebäudebestand. Drei Viertel der Sanierungsfahrpläne beginnen mit Maßnahmen im Bereich der Wärmeerzeugung, also verbesserter Heiztechnik oder dem Wechsel zu einem vorteilhaften Energieträger. Hier lässt sich bereits mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand viel CO2 einsparen. Auch mit einem Zeithorizont bis 2050 spielt die Wärmeerzeugung die wichtigste Rolle: 60 Prozent der Klimaentlastung finden in diesem Bereich statt. Jeweils rund 20 Prozent entfallen auf Gebäudedämmung und Fenstertausch. "Energetische Sanierung sollte nicht mit Fassadendämmung verwechselt werden. Ein Sanierungsfahrplan besteht immer aus einer Abfolge sinnvoller und finanzierbarer Einzelschritte. Wer mit dem Heizungstausch beginnt, erzielt gute Einsparergebnisse und kann seine Investition schnell amortisieren", erklärt Kehler.

Wachsende Rolle von Erdgas

Erdgas ist bereits heute Heizenergie Nummer 1. Bis 2050 kann sich der Marktanteil sogar noch erhöhen. Das liegt auch daran, dass die Einbindung erneuerbarer Energien in der Wärmeversorgung von Mehrfamilienhäusern ganz überwiegend in Kombination mit Erdgas erfolgt. 2050 werden laut Studie zwei Drittel der Wohnungen mit Erdgas warm. In 75 Prozent der Wohnungen kommt auch Bio-Erdgas zum Einsatz, und in 43 Prozent wird Erdgas mit Solarthermie kombiniert. Neben Erdgas gewinnen auch Fern- und Nahwärme an Bedeutung.

Klarer Kompass für Klimaeffizienz

Klimaschutz im Gebäudebestand kommt jedoch nicht voll allein, dafür müssen auch die Bedingungen stimmen. Kehler: "Klimaschutz braucht verlässliche politische Rahmenbedingungen, Offenheit für gebäudeindividuelle Lösungen und einen klaren Kompass: Ökologisch ist, was maximalen Klimaschutz pro investiertem Euro bringt. Und dieser effiziente Klimaschutz beginnt fast immer im Heizungskeller."

Über Zukunft ERDGAS e. V.

Zukunft ERDGAS ist die Initiative der deutschen Erdgaswirtschaft. Sie setzt sich dafür ein, dass die Potenziale des Energieträgers Erdgas genutzt werden, und informiert über die Chancen und Möglichkeiten, die Erdgas für die Energiewende und den Energiemix der Zukunft bietet. Getragen wird Zukunft ERDGAS von führenden Unternehmen der Erdgaswirtschaft wie Importeuren, Regionalversorgern und Stadtwerken. Die Heizgeräteindustrie und das Handwerk unterstützen die Initiative als Partner.

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