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Pläne zur Pkw-Maut diskriminieren Erdgasfahrzeuge

Berlin (ots) - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will die geplante Pkw-Maut für Fahrzeughalter in Deutschland durch Rabatte bei der Kfz-Steuer kostenneutral gestalten. "Diese Pläne bedeuten für Halter von umweltschonenden Erdgasfahrzeugen jedoch Mehrkosten", so erdgas mobil, eine Initiative der deutschen Gaswirtschaft zur strategischen Entwicklung von Erdgas und Bio-Erdgas als Kraftstoff.

Nach aktuellen Informationen werden die Kosten für die Pkw-Maut etwa 100 Euro im Jahr betragen, die durch Nachlässe bei der Kfz-Steuer kompensiert werden sollen. Für die meisten Erdgasfahrzeuge müssen jedoch deutlich weniger als 100 Euro Kfz-Steuer jährlich gezahlt werden. Grund ist der geringe Schadstoffausstoß, der bei der Berechnung zugrunde gelegt wird. So entstehen selbst für eine große Limousine wie den Mercedes E 200 NGD dank des Erdgasantriebs nur 78 Euro Steuern; der VW Golf TGI wird mit 28 Euro kalkuliert und für den VW eco up als Spitzenreiter vieler Ökorankings liegt die Kfz-Steuer bei nur 20 Euro pro Jahr. Eine Kompensation der geplanten Pkw-Maut sei daher über die Kfz-Steuer für viele Erdgasfahrer nicht möglich, gibt erdgas mobil zu bedenken. Eine Mehrbelastung für Halter von erdgasbetriebenen Fahrzeugen wäre somit die Folge.

"Aktuelle Erdgasfahrzeuge erfüllen bereits heute die strengen europäischen CO2-Ziele von 95 Gramm pro Kilometer für 2020. Halter von umweltschonenden Erdgasfahrzeugen dürfen für ihre Vorbildrolle nicht bestraft werden", so Dr. Timm Kehler, Geschäftsführer von erdgas mobil. "Wir fordern ein durchdachtes Mautkonzept, welches Fehlentwicklungen vermeidet und erinnern damit an das Versprechen, die Maut solle für keinen Autofahrer in Deutschland zu Mehrkosten führen. Vielmehr sollte diese so gestaltet werden, dass umweltschonende Technologien wie der Erdgasantrieb gefördert werden, statt sie zu diskriminieren."

Erdgasfahrzeuge nehmen in Deutschland zunehmend Fahrt auf. Das belegen steigende Zulassungszahlen sowie die Modelloffensive vieler Hersteller. Seit Herbst 2013 ist beispielsweise die Erdgasversion des VW Golf bestellbar. 2014 folgen unter anderem der Audi A3 g-tron, der Seat Leon TGI und die B-Klasse von Mercedes-Benz. Erdgas und Bio-Erdgas als Kraftstoff stehen für eine kostengünstige und zugleich umweltschonende Mobilität. Im Schnitt verursacht ein Erdgasfahrzeug rund 25 Prozent weniger CO2 als ein vergleichbarer Benziner. Laut einer aktuellen Studie des Energiewissenschaftlichen Instituts der Universität zu Köln (EWI) weist der Erdgasantrieb im Vergleich zu anderen alternativen Technologien zudem die geringsten CO2-Vermeidungskosten auf.

Über erdgas mobil

erdgas mobil ist eine Initiative führender Unternehmen der deutschen Gaswirtschaft, um Erdgas und Bio-Erdgas als Kraftstoff stärker auf dem Markt zu etablieren. Der an mittlerweile rund 900 Tankstellen in Deutschland erhältliche alternative Kraftstoff hat vor allem durch die Beimischung von Bio-Erdgas das Potenzial, langfristig einen bedeutenden Beitrag zur Verringerung von Emissionen im Straßenverkehr - insbesondere von CO2, Lärm, Stickoxiden und Feinstaub - zu leisten. So werden beispielsweise bei einer 20-prozentigen Bio-Erdgas-Beimischung gegenüber einem Benziner rund 39 Prozent CO2 eingespart. Der Preis für den alternativen Kraftstoff liegt durchschnittlich rund 50 Prozent unter dem für Benzin, gegenüber Diesel können 30 Prozent gespart werden.

Druckfähiges Bildmaterial und weitere Informationen unter www.erdgas-mobil.de.

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