Deutsche Interessengemeinschaft für Verkehrsunfallopfer DIVO e.V.

Versorgungslücke in der Nachsorge von Verkehrsopfern mit Dauerschäden

Düren (ots) -

   - Deutsche Interessengemeinschaft für Verkehrsunfallopfer DIVO 
e.V. fordert spezielle Einrichtungen für Verkehrsopfer mit 
Dauerschäden - oft bleibt nur die Versorgung in Altenpflegeheimen 

Am Gedenktag für Verkehrsopfer zeigt die Deutsche Interessengemeinschaft für Verkehrsunfallopfer DIVO e.V. eine Versorgungslücke auf, von der schwerverletzte Unfallopfer mit Dauerschäden betroffen sind. "Die Akutversorgung und medizinische Nachsorge nach einem Unfall funktionieren in Deutschland auf höchstem Niveau. Doch dann stellt sich die Frage, wie Menschen mit dauerhaften Schädigungen langfristig zurechtkommen? Immer mehr Betroffene haben keine Angehörigen, die sie auffangen können," erklärt Hans Buschbell, Vorsitzender der DIVO. Diesen Betroffenen bleibt nach erfolgter Reha oft nur die Unterbringung in Altenpflegeheimen.

DIVO fordert mehr spezielle Einrichtungen für dauergeschädigte Menschen

2013 verunglückten auf deutschen Straßen 64.000 Menschen schwer, etwa 400 davon trugen derart schwere Verletzungen davon, die sie zeitlebens beeinträchtigen und eine dauerhafte Unterstützung erfordern. Viele von ihnen wären aber durchaus in der Lage, betreut ein eigenständiges Leben zu führen und auch zu arbeiten. Dieses scheitert allerdings an entsprechenden speziellen Einrichtungen. "Mangels Alternativen werden diese Menschen dann in Pflegeeinrichtungen für Senioren untergebracht, wo sie weder arbeiten noch ein eigenständiges Leben in einem altersgerechten Umfeld führen können," beschreibt Hans Buschbell den momentanen Zustand.

Entlastungen für Kostenträger - Perspektiven für das einzelne Opfer

Kostenträger wie Krankenkassen, soziale Leistungsträger und Versicherer kennen die Versorgungslücke in der Nachsorge sogenannter Großschäden schon lange. Etwa die Hälfte des Gesamtbudgets wird für dauerhafte Pflege und Betreuung für Unfallopfer mit schweren Folgeschäden ausgegeben. Die DIVO setzt sich daher für einen Dialog der beteiligten Kostenträger ein, um gemeinsam eine Bedarfsstudie durchzuführen. "Ziel ist es, eine Modelleinrichtung zu entwickeln, in der dauergeschädigte Unfallopfer leben und arbeiten können. Hier können Erfahrungen aus dem betreuten Wohnen adaptiert werden. Dadurch ließen sich die Betreuungs- und Pflegekosten senken, gleichzeitig erhält der Einzelne eine Perspektive, trotz seiner Einschränkungen am Leben teilhaben zu können," erläutert Hans Buschbell die Initiative der DIVO e.V.

Seit mehr als 25 Jahren setzt sich die Deutsche Interessengemeinschaft für Straßenverkehrsunfallopfer (DIVO) bundesweit für die Interessen und eine nachhaltige Hilfe für Opfer, ihre Angehörigen und anderweitig betroffene Personen ein. Der gemeinnützige Verein unterstützt seine Mitglieder bei der Bewältigung von Folgen schwerer Straßenverkehrsunfälle. Kontakt: www.divo.de

Pressekontakt:

DIVO - Deutsche Interessengemeinschaft für Verkehrsunfallopfer e.V.
Hans Buschbell
Telefon: 0 24 21 / 123212
E-Mail : info@divo.de

Altvater Kommunikation
Camilla Altvater
Telefon : 0172 - 28 30 249
E-Mail : info@altvater-kommunikation.de

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