Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)

WDSF-Pressekonferenz: Delfinimport-Demonstration gegen Bundesregierung
Ex-TV Flipper-Trainer Richard O'Barry in Unna und Berlin
Delfinarium schließt

Berlin/Unna (ots) - Parteiübergreifend wollte die Bundesregierung im letzten Jahr den "Schutz der Wale sicherstellen" und hatte, ebenso wie die USA und EU, den "wissenschaftlichen" japanischen Walfang scharf verurteilt. Tatsächlich ist es in Deutschland aber immer noch erlaubt und wird von der Bundesregierung und der FDP befürwortet, Delfine für sog. Bildungs- und Forschungsarbeit in Delfinarien zu importieren. Dort werden die Delfine für mehrere Millionen Euro Eintrittsgelder in Shows vermarktet.

Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und der Wal- und Delfinschützer Andreas Morlok nehmen diesen Widerspruch zum Anlass, am 9.5.08 ab 11:30 in Berlin (Brandenburger Tor/Pariser Platz) zu einer Demonstration "Ausnahmsloses Importverbot für Wale & Delfine nach Deutschland" aufzurufen. Rund 200 Tierschutz-Organisationen unterstützen diesen Aufruf (s. Solidaritätsliste www.walschutzaktionen.de ).

Dem WDSF liegen Informationen vor, dass in Japan Delfinmanager 14 Delfine für einen Deutschland-Import angefragt haben. Von den ursprünglich neun Delfinarien in Deutschland sind Nürnberg, Duisburg, Münster und Soltau verblieben. Nürnberg hat für die neue 24-Millionen-Euro "Delfin-Lagune" ebenso wie das geplante Delfinarium auf Rügen einen Importbedarf. "Eine der Delfin-Shows wird auch auf Druck des WDSF in diesem Jahr noch geschlossen", so Jürgen Ortmüller, WDSF-Vorsitzender.

Der Ex-TV-Trainer von "Flipper", Richard O'Barry, Mitbegründer des WDSF, wird auf der Kundgebung sprechen und bereits am Donnerstag, den 8. Mai ab 12:00 Uhr auf einer Pressekonferenz im Hotel Excelsior, Hardenbergstr. 14 in Berlin für die Medien zur Verfügung stehen. Am 7. Mai spricht O'Barry ab 11.15 Uhr vor Schülern in der Aula des Ernst-Barlach-Gymnasium in Unna (Iserlohner Str. 14).

Für die Demonstration in Berlin haben sich Bundestags-Sprecher von Bündnis90/Die Grünen, Die Linke, SPD sowie Die Tierschutzpartei angesagt. Die FDP befürwortet ausdrücklich den Import von Delfinen zu Forschungszwecken. CDU und SPD beraten noch über eine Aussage.

Pressekontakt:

Jürgen Ortmüller - WDSF
0172/876 2002
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