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Urlaubsgeld steht vor der Rente
ABSOLVENTA-Umfrage: Das klassische Urlaubsgeld hat sich für zahlreiche Berufsstarter überholt - nur 35 Prozent finden es noch attraktiv

Berlin (ots) - Das Urlaubsgeld ist out. Für fast zwei Drittel (65 Prozent) aller Berufsstarter ist es entweder uninteressant oder nicht mehr zeitgemäß. Das ist das Ergebnis einer aktuellen ABSOLVENTA-Umfrage unter mehr als 2.000 akademischen Berufsanfängern. Demnach antworteten 45 Prozent der Teilnehmer, dass sie andere Arbeitgeberleistungen wertvoller finden. Weitere 20 Prozent halten eine Urlaubsgratifikation sogar für überholt und haben sie daher gar nicht mehr auf der Rechnung, wenn sie etwa Ausschau nach einem Arbeitgeber halten. Nur 35 Prozent der Jobeinsteiger finden Urlaubsgeld nach wie vor wichtig und sehen darin eine attraktive Sonderleistung von Unternehmen, auf die sie nur ungerne verzichten würden.

In Deutschland gibt es keinen unmittelbaren gesetzlichen Anspruch auf eine Urlaubsgratifikation. Meist leitet sich eine solche Zahlung aus dem Tarif- oder dem individuellen Arbeitsvertrag ab. Das oft auch als "14. Monatsgehalt" bezeichnete Urlaubsgeld hat eine lange Tradition: 1960 forderten Gewerkschaften zum ersten Mal eine derartige saisonale Gratifikation ein. Premiere feierte das Urlaubsgeld erst Mitte der 60er-Jahre und gehörte fortan in nahezu jeden Arbeitsvertrag, was sich zu Beginn der 2.000er-Jahre änderte. Mittlerweile genießen gemäß einer Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts nur noch rund 41 Prozent aller Arbeitnehmer eine derartige Sonderleistung.

"Arbeitgeber sollten sich in der Wahl ihrer Sonderleistungen nach den Bedürfnissen der Kandidaten richten. Vor allem junge Berufsstarter sind nicht mehr mit Leistungen zu locken, die nicht mehr in die heutige Arbeitswelt passen. Unsere Umfrage zeigt: Das Urlaubsgeld scheint überholt. Für Berufseinsteiger sind Gehaltskonzepte interessanter, die Leistung belohnen und nicht generell ausgezahlt werden", so Christoph Jost, Geschäftsführer von ABSOLVENTA, über die Ergebnisse der Befragung.

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