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Studierende über den berufsbegleitenden Master of Science in ÖPNV und Mobilität an der Uni Kassel: Das Studium mehrt den Erfolg des ganzen Unternehmens

Studierende über den berufsbegleitenden Master of Science in ÖPNV und Mobilität an der Uni Kassel: Das Studium mehrt den Erfolg des ganzen Unternehmens / Weiterbildung im ÖPNV / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/110649 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke... mehr

Kassel (ots) - Mehr Gehalt, neue Aufträge für den Arbeitgeber, ein neues Geschäftsfeld samt Mitarbeitern im Unternehmen, der Aufstieg in eine Leitungsposition und vor allem noch mehr Erfüllung bei der Arbeit: Das alles hat der Masterstudiengang für Christoph Cremer schon während seines Studiums an der UNIKIMS gebracht. Die UNIKIMS ist die Management School der Universität Kassel und für die berufsbegleitenden Angebote zuständig. Der ÖPNV-Studiengang ist einer von neun Masterangeboten zur berufsbegleitenden, wissenschaftlichen Weiterbildung auf universitärem Niveau. Mehr als 600 Studierende aus über 300 Unternehmen nutzen es. Keine andere Hochschule in Deutschland hat so viel Erfahrung mit solch einem breiten Weiterbildungsangebot auf Universitätsniveau. Die Anregungen zu den Studiengängen kommen wiederum aus der Praxis. So war es auch beim Masterstudiengang ÖPNV.

Am 19. Mai 2016 sind alle Studieninteressierten und Entscheider in Unternehmen zur Informationsveranstaltung zum Master ÖPNV und Mobilität eingeladen. Bitte melden Sie sich hierzu online unter www.unikims.de/oepnv an.

Denn der öffentliche Personennahverkehr wird Marktanteile verlieren, wenn er seine Führungskräfte nicht zu Generalisten weiterbildet. Darin sind sich die Vertreter führender Verkehrsunternehmen aus ganz Deutschland und Verkehrswissenschaftler einig, wie eine Recherche der UNIKIMS zeigt. Die neuen Medien und sozialen Netzwerke veränderten das Verhalten der Kunden, heißt es bei den Verkehrsbetrieben in Frankfurt. Neue Angebote wie Carsharing und Pedelecs "knabbern" am Marktanteil des ÖPNV, heißt es in Göttingen. Der Erhalt der gewachsenen Strukturen bei ungesicherter Finanzierung erfordere ein neues, ideologiefreies und vernetztes Denken in der Verkehrswirtschaft, urteilen die Berliner Verkehrsbetriebe. Und wer sich der Veränderung am Markt und in der Qualifikation der Führungskräfte verschließe, werde "abgekoppelt", sind die Hannoveraner überzeugt. Darum lobt der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) den berufsbegleitenden Studiengang der Uni Kassel zum Master of Science in ÖPNV und Mobilität als "exzellentes Angebot" an die Verkehrsbranche und ihre Beschäftigten. Für Michael Weber-Wernz, Fachbereichsleiter Bildung im Verband und Geschäftsführer der VDV-Akademie, "stellt der Master eine Chance für all diejenigen dar, die ÖPNV und Mobilität in ihren Entwicklungsmöglichkeiten systematisch kennenlernen und verstehen wollen. Der berufsbegleitende Studiengang ist für die Verkehrsunternehmen sehr wichtig, denn so haben die Studierenden die Möglichkeit, ihr erweitertes Wissen direkt in der Praxis anzuwenden."

"Der ÖPNV leidet am Fachkräftemangel - auch an der Spitze"

"Wir brauchen das!", habe ihm die Branche der Verkehrsunternehmen zugerufen, berichtet Professor Dr.-Ing. Carsten Sommer, Leiter des Fachgebiets Verkehrsplanung und Verkehrssysteme an der Universität Kassel und akademischer Leiter des Studiengangs. "Der ÖPNV leidet am Fachkräftemangel, vom Busfahrer bis hin zum Akademiker", sagt Sommer. An Ingenieuren fehle es schon seit langem. Vor allem aber fehlten Generalisten, die sich auf den ÖPNV spezialisierten, "um den Wandel des ÖPNV weg vom Transporteur der Zwangskunden hin zum modernen Mobilitätsdienstleister für selbstbewusste, anspruchsvolle Kunden zu gestalten", sagt Sommer. Während private Busunternehmen erfolgreich Fernbusreisen organisierten und die Automobilindustrie mit Carsharing-Angeboten in die Städte zu den jungen Akademikern dränge, komme der ÖPNV aus einer Zeit, als Schüler und Rentner auf Bus und Bahn angewiesen waren. Heute aber führen die älteren Menschen mit dem Auto und Schüler nutzten ihre Smartphones, um Mobilität zu organisieren. "Das Zusammentreffen aus demographischem Wandel und der informationellen Revolution durch die Kommunikationstechnik zwingt den klassischen ÖPNV zum Erfolg, wenn er nicht untergehen will", sagt Sommer.

Daraufhin entwickelte der Wissenschaftler den Master "ÖPNV und Mobilität". In vier Semestern, mit einem fünften Semester für die Abschlussarbeit, qualifizieren sich die Absolventen zum Master of Science. Voraussetzung zur Aufnahme des Studiums ist ein erster akademischer Abschluss, der aber nicht auf die Ingenieurwissenschaften begrenzt ist. Auch Juristen, Stadtplaner, Betriebswirte und Vertreter anderer Fachrichtungen sind willkommen, denn sie werden alle gebraucht. Schließlich ist das Spektrum der Fachgebiete, die vom ÖPNV berührt werden, ebenso groß, wie die Themen dieser Branche facetten- und abwechslungsreich sind.

Der fachfremde Quereinsteiger will mehr verstehen

Christoph Cremer zum Beispiel hatte in Kassel Wirtschaftspädagogik studiert. Er wollte kein klassischer Lehrer werden, konnte sich aber vorstellen, in einem Unternehmen in der Weiterbildung zu arbeiten. Darum schrieb er seine Bachelorarbeit, mit der er 2010 sein erstes Studium abschloss, bei Volkswagen im Coaching. Während des Studiums hatte er aber auch schon für die kobra Nahverkehrsservice GmbH, einen Kasseler Dienstleister für den ÖPNV, gearbeitet. Zum Beispiel zog Cremer aus, um Fahrgäste in Bussen und Bahnen zu zählen. Das Thema der Verkehrsplanung begann ihn zu interessieren, ja zu faszinieren. Aus der Tätigkeit als studentische Hilfskraft wurde eine Festanstellung bei kobra. "Doch dort spürte ich immer mehr, dass ich als Quereinsteiger fachfremd war und wenig verstand", berichtet Cremer. Da erfuhr er von dem neuen Masterstudiengang ÖPNV der UNIKIMS in Kassel, und gewann seinen Arbeitgeber dafür, ihm das berufsbegleitende Studium neben der Arbeit nicht nur zu gestatten, sondern es auch zu finanzieren.

Das Studium mehrt den Erfolg des ganzen Unternehmens

"Das hat sich für alle Beteiligten sogleich gelohnt. Ich erhielt nicht nur Antworten auf all meine Fragen. Weil in dem Studiengang Kolleg_innen aus Verkehrsbetrieben aus ganz Deutschland studieren, erfuhren diese von der Dienstleistung der kobra aus Kassel. Die Firma richtete sich, auch durch mein Studium, neu aus. Die kobra wuchs. Ich stieg schon während des Studiums auf, wurde Projektreferent für Verkehrsplanung mit dem Schwerpunkt Verkehrserhebung. Weil ich mich nun wissenschaftlich mit der Planung befasste, trug ich das Thema ins Unternehmen hinein. Ein weiterer Mitarbeiter, ein Planer und Verkehrsplaner, wurde für dieses Fach neu angestellt, und kobra ist nun auch in der Lage, Linienplanungen und -optimierungen anzubieten." Die Zahl der Kunden, Aufträge und Mitarbeiter wächst immer weiter.

Die kleine, motivierte Lerngruppe führt zum Erfolg ohne Beispiel

"Vom Studium an der UNIKIMS bin ich begeistert. Im Vergleich zum Bachelorstudium in einem Studiengang an einer konventionellen Hochschule ist alles sehr gut organisiert, und es herrscht ein anderer Geist. Die kleine Lerngruppe an der UNIKIMS von sieben bis fünfzehn Studenten führt zu einem beispiellosen Lernerfolg. Vor allem sind die Kommilitonen, die im Beruf stehen und aus innerer Überzeugung begleitend zu ihrer verantwortungsvollen Arbeit noch studieren, ganz anders motiviert als die meisten Studierenden. Die UNIKIMS überzeugt mit einem klaren Lernkonzept und einem idealen Wechsel aus Selbststudium und Präsenzphasen."

"Das Studium braucht die Rückendeckung der Familie"

Aber Christoph Cremer spricht die Härten und Entbehrungen auch von sich aus an: "Man braucht die volle Rückendeckung der Familie und des eigenen Unternehmens."

Ingrid Walter will alles wissen

"Jeder, der sich ein wenig für seine Arbeit irgendwo im ÖPNV interessiert, für den lohnt das Studium. Man versteht die Zusammenhänge", sagt Ingrid Walter aus der Abteilung Infrastruktur der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG). Die Bauingenieurin entschloss sich zum Masterstudiengang ÖPNV der Universität Kassel, denn "ÖPNV, das ist weit mehr als das, was ich seit 20 Jahren im Unternehmen tue."

"Im Studium verstehen wir das komplexe Zusammenspiel"

Im Verlauf des Studiums begann Ingrid Walter, ihren eigenen Arbeitsplatz anders zu sehen: "Ich erkannte das Zusammenspiel aller Bereiche, das Zusammenwirken von Politik, Kommunen, Land und Verkehrsunternehmen. Es hat sich wirklich gelohnt. Vieles ist besser zu verstehen, seien es politische, rechtliche oder finanzielle Zusammenhänge. Ich verstehe die Prozesse und weiß, warum sie welche Zeit beanspruchen. Wir verstehen das ganze komplexe Zusammenspiel." Bereichernd ist das Studium für Ingrid Walter auch, weil sie dort mit Kommilitonen aus unterschiedlichen Berufen und Unternehmen studiert und deren Sicht der Dinge kennenlernt.

Verkehrsbetriebe setzen auf Kasseler Hochschule

Dr. Thorsten Ebert, Vorstandsmitglied der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG setzt auf Kassel: "Die Hochschule ist traditionell stark in Ingenieurwissenschaften, ihre Kompetenz in Fragen des ÖPNV ist überzeugend und die Praxisnähe gehört zu ihrem Markenkern. Die Studenten lernen und schreiben ihre Abschlussarbeit in der Berufspraxis eines Unternehmens."

Hannover: "Wer verschlossen ist, wird abgekoppelt"

Die Zeiten, in denen sich alte Strategien zum Erfolg des ÖPNV schlicht in der Zukunft fortsetzen lassen, sind für Klaus Geschwinder, Teamleiter Verkehrsentwicklung und Verkehrsmanagement im Fachbereich Verkehr für die Region Hannover, Vergangenheit. "Jeder plant für sich allein, das ist vorüber", sagt der Diplom-Ingenieur: "Wir müssen übergreifend arbeiten, den ÖPNV in die Mobilitätswirtschaft einbinden. Dafür brauchen wir mehr als die klassischen Ingenieure, Ökonomen und die Geographen für die Linienführung."

"Was passiert um uns herum?"

Heute, sagt Geschwinder, muss sich der ÖPNV fragen: "Was passiert um uns herum?" Autohersteller drängten mit Carsharing-Angeboten in die Städte, die Kunden holten sich die Fahrplanauskunft im Internet und wollten dort auch ihr Ticket kaufen, während der ÖPNV mit der Umweltfreundlichkeit werbe, aber selbst mit stinkenden Bussen fahre. Wie diese drei Beispiele zeigten, müsse der ÖPNV auf den Wettbewerb reagieren, die Wünsche der Kunden erfüllen und glaubwürdig bleiben.

"Anspruchsvoller Studiengang für die Spitze der Veränderung"

"Der Nachwuchs muss die neuen Herausforderungen und Angebote kennen. Er muss sich differenziert aufstellen", sagt der Teamleiter Verkehrsentwicklung und Verkehrsmanagement aus Hannover, dessen Funktionsbezeichnung die Größe der Aufgabe beschreibt. Der Studiengang zum Master of Science im ÖPNV ist für Geschwinder der richtige Weg, "um sich für die Zukunft differenziert aufzustellen". Denn es genüge nicht, die Fertigkeiten für eine Disziplin zu vermitteln, sondern auf die Wechselbeziehung zwischen den Disziplinen - etwa zwischen Siedlungsentwicklung, Einzelhandel, Umweltschutz und Verkehr - komme es an. "Was möchte die nächste Generation?", laute die Frage. Der Studiengang vermittle das "übergreifende Arbeiten". Er sei allerdings "sehr anspruchsvoll" und erfordere den Einsatz der Studenten und der erfolgreichen Unternehmen im Markt, die ihren besten Kräften das berufsbegleitende Studium ermöglichten. Wer das Curriculum jedoch absolviere, werde "an der Spitze der Veränderung stehen". Geschwinder warnt die Branche: "Wer verschlossen ist, wird abgekoppelt."

Nächster Studienbeginn im November 2016

Der nächste Masterstudiengang beginnt im November 2016. Informationen zu dem Studiengang und zur Anmeldung finden Sie unter www.unikims.de/oepnv.

Pressekontakt:

Ihr Ansprechpartner
zum Fachthema:

Prof. Dr. Carsten Sommer
Universität Kassel
+49 561-804-3381
c.sommer@uni-kassel.de

Markus Oppermann
Studiengangsmanagement
+49 561-804-2759
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