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Mobility in der mittelständischen Fertigungsindustrie: Gratwanderung zwischen Sicherheit und Adaption

IT Innovation Readiness Index 2014. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/110500 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Freudenberg IT"

Weinheim (ots) - 44 Prozent aller Firmen im produzierenden Gewerbe haben bereits mobile Prozesse etabliert - 4 Prozentpunkte mehr als 2013. Weit über dem Branchendurchschnitt, nämlich bei 10 Prozentpunkten, lag der Zuwachs im Maschinen- und Anlagenbau. In diesem Segment stieg die Nutzerzahl mobiler Prozesse innerhalb eines Jahres von 37 auf 47 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Follow-Up-Untersuchung des unabhängigen Marktforschungsinstituts Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag der Freudenberg IT: "Die Mobilisierung von Abläufen bei der Zeiterfassung, Lagerverwaltung oder Produktionssteuerung birgt für mittelständische Fertigungsunternehmen ein erhebliches Potenzial zur Effizienzsteigerung und Kostenreduktion - beides wird laut unserer Umfrage in der Branche derzeit als eine zentrale Herausforderung angesehen", sagt PAC-Analyst Karsten Leclerque. Das Marktforschungsinstitut erwartet daher, dass mobile Prozesse sowohl in kaufmännischen als auch in produktionsnahen Bereichen künftig weiter an Boden gewinnen.

Verantwortungsvoller Umgang mit möglichen Mobilitätsrisiken

Ein scheinbar widersprüchliches Bild zeichnet die Studie beim Thema Bring-Your-Own-Device (BYOD): Zwar stieg seit dem vorigen Jahr der Anteil derjenigen Unternehmen, die eine dezidierte BYOD-Strategie verfolgen, von 13 auf 23 Prozent. Doch lehnen deutlich mehr Befragte als im Vorjahr BYOD grundsätzlich ab - hier nahm der Wert von 54 auf 63 Prozent zu. Erklärbar wird diese Gegenläufigkeit durch die Tatsache, dass die Zahl der Unentschiedenen, die im letzten Jahr zu BYOD noch keine Meinung äußern konnten, von 9 auf 1 Prozent zurückgegangen ist. Eindeutig dagegen ist der Trend beim Mobile Device Management (MDM): Fast zwei Drittel aller Unternehmen haben MDM inzwischen im Einsatz oder planen, es einzuführen, was einem Plus von 3 Prozentpunkten im Vergleich zu 2013 entspricht.

"Beide Studienergebnisse - die Zurückhaltung bei BYOD ebenso wie die verstärkte Hinwendung zu MDM - sprechen für das ausgeprägte Verantwortungsbewusstsein der Zielgruppe im Hinblick auf mögliche Risiken beim unkontrollierten Einsatz mobiler Endgeräte", kommentiert Horst Reichardt, CEO der Freudenberg IT. Mit wachsender Einsicht in die Notwendigkeit, mobile Hardware unternehmensweit durch eine einheitliche Managementlösung abzusichern, werde sich die fortschreitende Adaption des Megatrends Mobility in der Fertigungsindustrie weiter beschleunigen. Insofern sei MDM auch als ein Treiber für Industrie 4.0 zu verstehen: "Sobald intelligente Werkstücke im Sinne einer selbstregulierenden Produktionssteuerung autark mit Anlagen und Maschinen kommunizieren, gewinnt der Begriff 'mobiles Endgerät' eine gänzlich neue Dimension. Aus unserer Sicht ist MDM daher auch eine ideale Vorbereitung auf die bevorstehende Industrie-4.0-Transformation", so Horst Reichardt. "Aber auch heute schon eröffne MDM im Shop Floor hochinteressante Optionen für den Einsatz mobiler Geräteinnovationen jenseits von Tablet oder Smartphone - etwa von Google Glass: Empfängt zum Beispiel ein Produktionsmitarbeiter Störungsmeldungen direkt per Datenbrille, hat er für die Beseitigung der betreffenden Störung beide Hände frei. Assisitieren könnte ihm dabei ein spezialisierter Servicetechniker, der die Reparaturarbeiten über die in Google Glass integrierte Videokamera aus der Ferne mitverfolgt."

Informationen zur Studie

Für die repräsentative Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut PAC in einer zweiten Welle rund 130 IT-Entscheider und Produktionsleiter mittelständischer Fertigungsunternehmen in Deutschland. Die befragte Unternehmensgruppe setzt sich aus folgenden Branchen zusammen: Maschinen- und Anlagenbau (36 Prozent), Automotive (29 Prozent) sowie sonstige Fertigung (36 Prozent) mit einer Mitarbeiterzahl von 250 bis 499 (40 Prozent) beziehungsweise 500 bis 4.499 (60 Prozent). Als Auftraggeber veröffentlicht die Freudenberg IT in den kommenden Wochen und Monaten weitere Studienergebnisse, die sich bis zum Nationalen IT-Gipfel im Oktober 2014 zu einem vollständigen "IT Innovation Readiness Index" verdichten werden. Der IT-Provider und SAP-Spezialist für den industriellen Mittelstand legt damit schon das zweite Jahr in Folge ein aktuelles Bild zum Status Quo der IT-Durchdringung in diesem Unternehmenssegment vor. Die Studienergebnisse des "IT Innovation Readiness Index 2014" können unter www.freudenberg-it.com/de/it-innovation-readiness-index-2014/ abgerufen werden, die Ergebnisse aus 2013 unter www.freudenberg-it.com/de/it-innovation-readiness-index/ueberblick.

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