Thüringische Landeszeitung

Thüringische Landeszeitung: Gefühlt unsicher - Kriminalstatistik sagt das Gegenteil aus
Leitartikel von Fabian Klaus zur Kriminalitätsstatistik mit besonderem Fokus auf Thüringen

Weimar (ots) - Die Thüringer Aufklärungsquote erreicht den Spitzenwert im Bundesvergleich. Hierzulande werden prozentual die meisten Straftaten aufgeklärt. Holger Poppenhäger (SPD), freistaatlicher Innenminister und damit zuständig für die Innere Sicherheit, hat also allen Grund, gebetsmühlenartig zu wiederholen, dass sich die Menschen hierzulande keine Sorgen machen müssen.

Wie passt das zusammen mit der gestiegenen Anzahl an Wohnungseinbrüchen? Welche Schlüsse müssen gezogen werden hinsichtlich deutlich zunehmender politisch motivierter Gewalttaten? Warum werden so viele Menschen, die zu uns kommen, kriminell?

Das Sicherheitsgefühl der Thüringer ist aus den Fugen geraten. Nicht, weil Thüringen tatsächlich abdriften würde. Nein. Spätestens seit Sommer vergangenen Jahres glauben Menschen Gerüchten deutlich öfter, als das vor Jahren der Fall war. Schlimmer noch: Werden Gerüchte widerlegt, haben Lügenpresse- und Systemmedien-Schreihälse sofort Hochkonjunktur.

Woran das liegt? Zu lange wurde auch in Thüringen nicht über das gesprochen, was passiert ist, aber in den Augen vieler Politiker nicht sein darf. Natürlich sind nicht alle Flüchtlinge kriminell. Aber es gibt sie. Das totzuschweigen hat dafür gesorgt, dass Parteien wie die AfD und offen rechtsextreme Bündnisse wie Thügida Oberwasser bekommen haben - die Menschen fühlen sich unsicher, weil sie zu lange mit ihren Ängsten, die sie nicht automatisch zu Nazis machen, allein gelassen wurden - als Quittung dafür gibt es nun die offen rechtsextremen Hetzer und geistigen Brandstifter gratis dazu.

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