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Thüringische Landeszeitung: Neuer (alter) Kopf - Fußball-Weltverband will sich reformieren
Kommentar von Jens Pachmann zur Wahl des neuen Fifa-Präsidenten Gianni Infantino

Weimar (ots) - Es ist vollbracht. Gianni Infantino ist der Nachfolger von Joseph Blatter als Präsident des Fußball-Weltverbands. Ob der neue Mann im Weltfußball allerdings das Ruder rumreißen kann, steht in den Sternen. Zumal er in seinen Kompetenzen arg beschnitten wird, soll er doch nur noch repräsentieren.

Die Hoffnung, dass sich jetzt beim allmächtigen Verband alles zum Besseren wendet, die wird sich nicht erfüllen. Auch wenn die Fifa auf ihrem außerordentlichen Kongress in Zürich ein Reformpaket verabschiedet hat, fällt es schwer, daran zu glauben, dass der modrige Sumpf, den Blatter und Co. hinterlassen haben, jemals trocken gelegt werden kann.

Wie auch, wenn die jetzt handelnden Personen schon während Blatters Amtszeit in wichtigen Positionen verankert waren und den Kurs des in die Wüste geschickten Ex-Präsidenten aus der Schweiz mitgetragen haben. Und da ging es um sehr viel Geld und Macht. Und das macht bekanntlich schwach und angreifbar für Gefälligkeiten.

Kritiker sagen, dass es eines radikalen Schnitts bedarf, um die Glaubwürdigkeit der Fifa an der eigenen Basis und in der breiten Öffentlichkeit halbwegs wieder auf Linie zu bringen. Denn da ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu viel Porzellan zerschlagen worden.

Manche behaupten, dass mit dem 26. Februar 2016 eine neue Zeitrechnung im Weltfußball begonnen hat, manche behaupten allerdings, dass es einfach so weitergeht wie bisher - nur mit dem einen oder anderen neuen (alten) Kopf. Dabei ist Fußball die (zweit)-schönste Nebensache der Welt.

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