Thüringische Landeszeitung

Thüringische Landeszeitung: Rote Linie überschritten

Weimar (ots) - Nicht zum ersten Mal wird an dieser Stelle über die zunehmende Gewalt in der Gesellschaft geschrieben - von links und von rechts. Mit der Handgranate gegen Flüchtlinge aber ist eine neue Eskalationsstufe erreicht. Die Verwendung einer Kriegswaffe in einer Auseinandersetzung, die doch nur mit Argumenten geführt werden sollte, stellt einen Höhepunkt in der langen Reihe von Anschlägen auf Unterkünfte von Asylbewerbern dar. Das erste Opfer vor bereits vielen Monaten war die Debattenkultur, dann brannten Heime und jetzt sind scharfe Waffen im Spiel. Geht's noch? Offenbar reicht eine rechtslastige Terrorgruppe wie die NSU manchem Mitbürger nicht. Wie viel Hass muss sich eigentlich angestaut haben, dass es so weit kommt? Die Angegriffenen sind in der ganz überwiegenden Mehrheit Schutzsuchende!

Die oder der Täter müssen jetzt schnellstens ermittelt werden. Der Fall hat terroristische Merkmale und muss dementsprechend eingeordnet werden, vorzugsweise beim Generalbundesanwalt. Ansonsten steht der Rechtsstaat zu Disposition, ja die demokratische Grundordnung. Die Rote Linie ist überschritten!

Pressekontakt:

Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de

Weitere Meldungen: Thüringische Landeszeitung

Das könnte Sie auch interessieren: