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Thüringische Landeszeitung: Kein Frieden in Sicht - Korea: Egal, ob Wasserstoffbombe oder nicht
Kommentar von Florian Girwert zum nordkoreanischen Atombombentest

Weimar (ots) - Kim Jong Un mag ein Maulheld sein - ernst sollte man ihn trotzdem nehmen. Dass Nordkorea mal wieder eine Kernwaffe getestet hat, ist für die Welt durchaus ein Alarmsignal. Zeigt es doch, dass das letzte verbliebene stalinistische Land der Welt zwar hin und wieder davon redet, Frieden mit seinen Nachbarn zu wollen. Der aber soll bitteschön nach den Bedingungen aus Pjöngjang geschlossen werden - wenn überhaupt. Dass in den vergangenen Jahren nicht gezögert wurde, das Nachbarland oder umstrittene Gebiete mit schwerer Artillerie zu beschießen, zeigt, dass die straff geführte Diktatur ein schwer einzuordnender Akteur ist.

Ob die in dieser Woche getestete Waffe nun eine Wasserstoffbombe oder "nur" eine normale Atombombe ist, spielt dabei gar keine Rolle. So oder so zeigt in den vergangenen Jahren keine Macht der Welt so offen, dass sie sich einen Einsatz dieser Massenvernichtungswaffe gut vorstellen kann. Zudem weiß man nie genau, wer aus der Führungsspitze den Finger auf dem roten Knopf hat. Für Frieden in Korea sind das keine guten Aussichten.

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