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Thüringische Landeszeitung: Ohne Weitsicht - Klimawandel zwingt Menschen zur Flucht
Kommentar von Matthias Benkenstein zu den Ergebnissen des G20-Gipfels hinsichtlich des Klimawandels

Weimar (ots) - Die Ergebnisse des G20-Gipfels in Sachen Klimawandel sind mehr als ernüchternd. Das Thema sei eine der "größten Herausforderungen unserer Zeit", die "energisches und kollektives Handeln" erfordere, stellen die Staats- und Regierungschefs fest. Das ist nicht viel mehr als heiße Luft. Schließlich ist das schon seit Jahren bekannt. Und neue Zusagen beim Klimaschutz oder zu einem Ende der Subventionen für fossile Energien wurden beim Gipfel nicht gemacht. Gut, Terror und Flüchtlinge sind die Themen der Stunde. Aber man hat das Gefühl, als ob es in der Vergangenheit immer ein wichtigeres Thema gegeben hat. Dabei ist der Klimawandel auch hinsichtlich der Flüchtlingsproblematik alles andere als unwichtig. Denn einer Prognose zufolge könnte die Veränderung des Weltklimas in den nächsten 15 Jahren zusätzliche 100 Millionen Menschen in Armut stürzen. Ernteverluste durch Trockenheit und Dürre, hohe Lebensmittelpreise, Unterernährung und Krankheiten: Das wird immer mehr Flüchtlinge nach Europa treiben. Und deshalb sollten die G20-Entscheider endlich mehr Weitsicht wagen.

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