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Thüringische Landeszeitung: Fehlender Aufschrei - Langer Atem bei Armutsbekämpfung nötig
Kommentar von Matthias Benkenstein zum Thema Armut in Deutschland

Weimar (ots) - Trotz guter Konjunktur und relativ guter Arbeitslosenzahlen bleibt die Armutsgefährdungsquote in etwa konstant. Wo bleiben hier die Aufschreie und betroffenen Gesichter der Politiker? Darauf wird man lange warten, weil die jetzigen Zustände von ihnen so gewollt sind.

Gewollt sind der Niedriglohnbereich und die prekären Beschäftigungsverhältnisse, weshalb immer mehr Menschen aufstocken und um ihre Altersversorgung bangen müssen. Gewollt sind auch die knappen Hartz-IV-Sätze, was vor allem Kinder zu spüren bekommen. Und das sind nur einige der Gründe für Armut in Deutschland.

Wegschauen kann hier keinesfalls das Rezept sein. Mit Schnellschusslösungen ist es aber auch nicht getan, vielmehr muss das Problem langfristig und gründlich angegangen werden. Keinesfalls sollte so lange gewartet werden, bis sich die vereinzelt zu vernehmende Meinung durchsetzt, dass die "relativ" Armen in Deutschland ja gar nicht richtig arm sind. Wenn diese Menschen wirklich erst kein Dach mehr über dem Kopf haben und hungern müssen, ist es zu spät.

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