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Thüringische Landeszeitung: Vernunft hat gesiegt - Im Korea-Konflikt ist leise Diplomatie nötig
Kommentar von Axel Zacharias zur Einigung bei den innerkoreanischen Krisengesprächen

Weimar (ots) - Das Säbelrasseln war furchterregend und nervte den Rest der Welt maximal. Nordkorea und sein eitler Diktator Kim Jong Un sind schneller beleidigt als ein kleines Kind. Sie wollen ernst genommen werden, auch wenn sie der Welt ins Gesicht lügen. Südkorea hingegen ist mit der Militärmacht USA im Rücken bestrebt, keinen Millimeter zurückzuweichen und entschlossen in gleicher Münze zurückzuzahlen, was es als Ungerechtigkeit oder Provokation so zu ertragen hat. Dies ist der Stoff, aus dem Krisen gemacht werden, die schnell mal entgleisen und zu einem heißen Krieg ausarten können

Dass diesmal kurz vor dem Ende die Vernunft gesiegt hat und Einigung erzielt werden konnte, ist vor diesem Hintergrund eine gute Nachricht. Wichtig ist, dass jede Seite ihr Gesicht wahren kann. Was jetzt aber folgen muss, ist nach dem erleichterten Aufatmen kein Einrichten im Status quo wie bisher, sondern weitere Deeskalation. Leise Diplomatie anstatt lauter Lautsprecherbeschallung an der Grenze ist das Gebot der Stunde - unter Mitwirkung Washingtons durch sanften Druck auf Seoul.

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