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Thüringische Landeszeitung: Betreuung sichern - Bedarf gibt es rund um die Uhr
Kommentar von Gerlinde Sommer zum Projekt einer 24-Stunden-Kita

Weimar (ots) - Meine Schwägerin ist Tagesmutter. Eines der Kitakinder, das sie betreut, ist nur zu Tagesrandzeiten bei ihr - wenn morgens um halb sechs die alleinerziehende Mutter des Kleinen mit dem Zug zur Arbeitsstelle fährt - und in der Folgewoche bis spät am Abend nach der Kita, ehe seine Mutter ihre Spätschicht im Krankenhaus beendet hat. Manchmal ist der Junge über Nacht in Betreuung, weil seine Mutter Nachtdienst hat. Ohne die Tagesmutter könnte die Mutter ihre Ausbildung als künftige Krankenpflegerin gar nicht absolvieren. Insofern ist ganz klar: Kitas, die nur von morgens bis am späten Nachmittag geöffnet haben, können nicht den wahren Bedarf abdecken - gerade auch dann nicht, wenn keine Verwandtschaft, kein Partner helfend einspringen kann.

Ob 24-Stunden-Kitas die Lösung sind? Aus meiner Erfahrung mit Tagesmüttern plädiere ich für ein Kombi-Modell: längere Kindergartenzeiten, aber auch die Möglichkeit, Kinder abends, nachts und ganz früh bei gut geschulten Kräften daheim unterzubringen. Tagesmütter machen ihren Job auch nachts gut.

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