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Thüringische Landeszeitung: Ein Diktator läuft Amok
Kommentar von Axel Zacharias zu Nordkorea

Weimar (ots) - Man könnte die absurden Nachrichten aus Nordkorea als groteske Randnotiz der Weltgeschichte abtun - wenn dieses Land nicht immer wieder seine Nachbarn mit Atomwaffen bedrohen würde. Der bizarre Diktator Kim Jong Un schwingt nicht nur das große Wort, er handelt auch notfalls mit brutaler Gewalt. Das belegt die wahrscheinliche Hinrichtung des Verteidigungsministers wegen Unbotmäßigkeit. Dabei ist es nur noch ein makabres Detail, dass der Mann, der in Anwesenheit des Diktators eingeschlafen war, wohl mit Flakfeuer exekutiert wurde. Es wäre die zweite Hinrichtung eines führenden Ministers innerhalb von anderthalb Jahren. Ende 2013 ließ der Diktator seinen Onkel Chang Song Thaek als "Verräter" hinrichten. Zudem gibt es Gerüchte, dass Kim Jong Un seine eigene Tante ermorden ließ.

Offenbar tobt ein Machtkampf in Pjöngjang. Während das Volk hungert, müssen hohe Funktionäre zittern, dass der Mann mit der außergewöhnlichen Frisur und dem riesigen Ego sie möglicherweise ins Visier nimmt. Das alles erinnert durchaus an die Stalin'sche Terrorherrschaft der 30er Jahre in der damaligen Sowjetunion. Und wie der "Generalissimus" unterhält auch Kim Jong Un diverse Gulags.

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