Thüringische Landeszeitung

Thüringische Landeszeitung: Den Dialog suchen
Kommentar von Axel Zacharias zu den "Pegida"-Demonstrationen

Weimar (ots) - Etwa die Hälfte der Deutschen äußert Verständnis für die "Pegida"-Proteste in Deutschland. Das ist eine erschreckende Zahl, denn das Gros der Flüchtlinge, die in diesen Tagen zu uns kommen, sind Kriegsflüchtlinge und damit Opfer.

Andererseits hilft es eben nicht weiter, die Mitläufer der "Pegida"-Aktivisten als "Nazis in Nadelstreifen" zu denunzieren. Es sind vor allem Bürger mit Sorgen, die ernst genommen werden müssen statt sie abzuqualifizieren, so berechtigt oder unberechtigt diese auch sein mögen. Dialog statt Stigmatisierung muss die künftige Strategie lauten. Mit den eventuell überforderten Bürgern reden, anstatt lediglich zu verkünden, dass jetzt nebenan ein neues Flüchtlingsheim eröffne.

Das bedeutet nicht, die Brunnenvergifter zu tolerieren, es heißt aber sehr wohl, ihnen mit Argumenten zu begegnen. Und es heißt, mit einer entsprechenden Gesetzgebung anzuerkennen, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Das war es übrigens schon immer - von polnischen Zuwanderern im 19. Jahrhundert ins Ruhrgebiet bis zu den Heimatvertriebenen nach dem 2. Weltkrieg.

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