Thüringische Landeszeitung

Thüringische Landeszeitung: Spirale der Gewalt
Kommentar von Axel Zacharias zur neuerlichen Kriegsgefahr in Nahost

Weimar (ots) - Die reflexhafte Reaktion der politischen Rechten in Israel, auf die grausame Ermordung der drei jüdischen Schüler mit Gewalt gegen die Hamas zu antworten, ist zunächst durchaus verständlich, bringt aber niemanden weiter. Das biblische "Auge um Auge, Zahn um Zahn" ist in der heutigen Welt nicht mehr zielführend. Das archaische Prinzip eröffnet nur eine endlose Rachespirale und nimmt allen Beteiligten die Hoffnung auf ein künftiges Miteinander ohne Terror. Es spielt lediglich den Fanatikern unter den Palästinensern, die keine Gelegenheit verstreichen lassen, Israel zu provozieren, in die Hände.

Es sei daran erinnert, das sich Israel in der Vergangenheit auch fast immer hat provozieren lassen - und damit einen nicht zu kleinen Anteil an der Eskalation in Nahost hat. Wer Hass sät, wird eben immer auch Gewalt ernten. Und mit der Verweigerung des legitimen Rechts der Palästinenser auf einen eigenen Staat, mit dem immer neuen Bau jüdischer Siedlungen auf palästinensischem Territorium wird definitiv Hass gesät.

Die unheilige Spirale der Gewalt muss gestoppt werden. Hoffnung machen da jene Israelis, die es ablehnen, mit Gewalt auf den Mord an den unschuldigen Jugendlichen zu antworten. Diese Menschen sind offenbar reifer als einige Politiker in ihrer Regierung.

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