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Thüringische Landeszeitung: Probleme anpacken
Kommentar von Matthias Benkenstein zur EU und Jean-Claude Juncker

Weimar (ots) - Nach den Europawahlen stellen die Staats- und Regierungschefs nun in Belgien die Weichen für die EU-Politik der kommenden fünf Jahre. Jean-Claude Juncker soll als neuer Kommissionspräsident nominiert werden.

Vor allem für den britischen Premier stellt die Kür des ehemaligen Regierungschefs von Luxemburg eine Niederlage dar. Viele von Camerons Bedenken bezüglich Junckers Untauglichkeit sind ignoriert worden. Was jedoch gefährlich werden könnte: Sollte Juncker den Posten bekommen, wird ein britischer EU-Austritt wahrscheinlicher. Dabei hat nicht nur Deutschland großes Interesse daran, dass dieser wichtige Verbündete in der EU bleibt.

Wie auch immer die Personalie am Ende aussieht: Wichtig ist, dass sie der Gemeinschaft neuen Schwung verleiht. Europa muss sich wieder auf die großen Fragen konzentrieren, anstatt sich im Klein-Klein zu verlieren. Denn Probleme gibt es genug. Nicht allen Euro-Ländern geht es so gut wie Deutschland. Die Jugendarbeitslosigkeit und andere wirtschaftlichen Probleme gefährden die Stabilität des ganzen Kontinents. Neben Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit geht es aber auch um die Flüchtlingsproblematik oder ein stärkeres Gewicht in der Außenpolitik. Das wird auch Juncker wissen.

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