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Thüringische Landeszeitung: Kommentar: Die Gräben in der Ukraine vertiefen sich

Weimar (ots) - Die Hoffnung auf einen Durchbruch in der Ukraine ist nicht groß: Auf der einen Seite lädt die Übergangsregierung zu einem "Runden Tisch zur nationalen Einheit" ein, aber ohne einen Vertreter der prorussischen Separatisten im Osten des Landes. Auf der anderen Seite erklärt Interims-Ministerpräsident Jazenjuk, dass die Regierung gerne einen Dialog mit dem Osten, der Mitte und dem Westen beginnen würde. Eine klare Linie sieht anders aus, und die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass sich die beiden zerstrittenen Lager demnächst an einem Runden Tisch gegenübersitzen.

Außenminister Steinmeier darf sich davon nicht entmutigen lassen. Er muss weiter mäßigend auf die verschiedenen Lager einzuwirken. Wichtigstes Ziel für die nächsten Tage ist, die Präsidentenwahl in anderthalb Wochen einigermaßen über die Bühne zu bringen. Befürchtet wird, dass die moskautreuen Milizen im Osten und Süden verhindern, dass die Leute am 25. Mai zur Abstimmung gehen.

Ob das gelingt ist fraglich. Nicht nur Steinmeier ist vorsichtig geworden - auch wegen des jüngsten blutigen Zwischenfalls, bei dem pro-russische Milizen erneut etliche Menschen töteten, ist die Vorsicht berechtigt.

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