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Thüringische Landeszeitung: Ukraine twelve points
Kommentar von Norbert Block zum Eurovision Song Contest

Weimar (ots) - Der europäische Liederwettstreit "Eurovision Song Contest" wird politischer denn je. Das hat sich bereits bei den Halbfinals gezeigt. Buhrufe für den russischen Beitrag, besonderer Applaus für die ukrainische Sängerin.

In den vergangenen Jahren waren bei diesem Wettbewerb, bei dem hohe Punktwertungen eher an Darbietungen aus befreundeten Nachbarländern vergeben werden als nach musikalischen Gesichtspunkten, zwölf Punkte für Russland aus der Ukraine gesetzt. In diesem Jahr dürfte es weitaus spannender werden. Sollte es zu einem freien Telefonvoting in der gesamten Ukraine kommen, ist es quasi eine Art Volksabstimmung. Die Ukraine selbst dürfte in diesem Jahr kaum auf Punkte aus Russland hoffen. Dafür dürfte Maria Yaremchuk mit ihrem unpolitischen Lied "Tick-Tock" - gleich an Position eins an den Start gehend - aus vielen anderen Ländern Solidaritätspunkte erhalten. "Ukraine twelve points" wird an diesem Abend sicher kein Einzelfall bleiben, denn die gut aussehende Sängerin kann auch gut singen. Damit sind alle Voraussetzungen für ein gutes Abschneiden vorhanden.

Ob auch das deutsche Trio Elaiza mit der gebürtigen Ukrainerin Ela von der politischen Lage in Europa profitieren kann, ist offen. Wie jedes Jahr gilt: Die Punktevergabe ist spannendster Teil der Veranstaltung - ein Ärgerfaktor ist dabei immer einzuplanen.

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