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Thüringische Landeszeitung: Armut grenzt aus
Kommentar von Matthias Benkenstein zum Bericht zur sozialen Lage in Deutschland des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes

Weimar (ots) - Die Ergebnisse des Paritätischen Wohlfahrtsverbands sind nicht neu, alarmierend sind sie trotzdem. Die Zahl der Armen und Verschuldeten steigt weiter. Daran ändert auch der Aufschwung am Arbeitsmarkt nichts. Die Vermögenden werden derweil immer reicher.

Nicht nur die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland ist durch diese Entwicklung gefährdet, bedroht sind die Menschen selbst. Wer gerade so am Existenzminimum lebt, fühlt sich ausgegrenzt, ist kränker, stirbt früher.

Eigentlich sollte man meinen, Arbeit hilft am besten gegen Armut. Doch können in Deutschland immer mehr Menschen nicht auskömmlich leben von ihrer Arbeit. Befristete Teilzeitjobs, Minijobs, Zeit- und Leiharbeit nehmen seit Jahrzehnten zu. Und auch der Mindestlohn ist kein Allheilmittel gegen die soziale Spaltung.

Eine Möglichkeit den Betroffenen aus der Armutsfalle herauszuhelfen sind mehr Investitionen in Bildung - die aber auch dort ankommen muss, wo sie gebraucht wird. Wenn der soziale Aufstieg einkommensschwacher Familien nicht möglich ist, haben deren Kinder von Anfang an die schlechteren Karten. Gezielte Förderung ist da ein Ansatz.

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