Thüringische Landeszeitung

Thüringische Landeszeitung: Ausgewogene Liste
Kommentar von Elmar Otto zur bekanntgewodenen Landtagswahlliste der Thüringer CDU

Weimar (ots) - Die Top Ten der Thüringer Union steht. Angeführt wird die Landtagswahlliste von Spitzenkandidatin Christine Lieberknecht, was keine Überraschung ist. Auf Position zehn steht JU-Chef Stefan Gruhner, was auch nicht aus heiterem Himmel kommt.

Zwischen beiden liegen 26 Lebensjahre. Allein das ist ein Indiz dafür, auf was bei der Listenaufstellung alles zu achten ist: Neben der Generationengerechtigkeit gilt es eine gute Mischung zwischen weiblichen und männlichen Bewerbern hinzubekommen. Zudem muss mehr oder weniger jeder CDU-Kreisverband eingebunden werden.Und natürlich darf Kompetenz auch nicht außen vor bleiben.

So gesehen darf das Personaltableau als recht ausgewogen angesehen werden. Unter den ersten zehn Aspiranten für das künftige Parlament stehen vier Frauen und sechs Männer zwischen 56 und 29, die mit Mittel-, Nord, Süd- und Ostthüringen sehr gut den regionalen Proporz abbilden.

Dabei ist die Liste für die CDU eher von symbolischer Bedeutung. Zuletzt, 2009, zogen gerade einmal zwei Abgeordnete nicht direkt in den Landtag ein, alle anderen gewannen ihre Wahlkreise.

Aber gerade in den Städten haben Unionsbewerber traditionell zu kämpfen. Insofern ist die Verbannung von Marion Walsmann schon ein Signal. Allerdings hat sich die Ex-Staatskanzleichefin ihren Abstieg selbst zuzuschreiben.

Auch Innenminister Jörg Geibert, der es als Wahlkampfneuling in Weimar nicht leicht haben wird, rangiert relativ weit hinten.

Anders Finanzminister Wolfgang Voß, der als Novize in Suhl antritt, aber auf Listenplatz acht steht.

Doch während Geibert eher als Mann des mächtigen Fraktionschefs und Lieberknecht-Widersachers Mike Mohring gilt, ist Voß ein Vertrauter der Regierungschefin. So viel zu politischer Logik, die stets ungerecht ist. Was dazu führen könnte, dass die Liste auf dem Parteitag noch zerpflückt wird.

Aber wenn die Delegierten rational handeln, werden sie den Vorstandsvorschlag im Großen und Ganzen übernehmen. Alles andere wäre ein gefundenes Fressen für die politische Konkurrenz.

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