Bunnenberg Bertram Rechtsanwälte

Presserechtliches Informationsschreiben des BUND anlässlich der ARD-Sendung "plusminus"

Berlin (ots) - Sehr geehrte Damen und Herren,

wir zeigen an, dass wir den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) in dessen presserechtlichen Angelegenheiten vertreten.

Aus Anlass aktueller Berichterstattung in der ARD-Sendung "plusminus" unter dem Titel "Der BUND vor der Zerreißprobe?" vom 5.8.2015 bittet der BUND uns Ihnen zu schreiben.

Wir warnen ausdrücklich vor der ungeprüften Übernahme der Berichterstattung. Diese enthält Unwahrheiten und erhebliche Verstöße gegen das journalistische Vollständigkeitsgebot.

1.So heißt es, der BUND sei "total unterwandert von den Erzeugern von erneuerbarer Energie, die jetzt mittlerweile dort den Ton angeben." Tatsächlich sind nur 2 von gut 190 Vorständen und Geschäftsführern des BUND auf Bundes- und Landesebene für die Windenergiebranche tätig, einer von den beiden sogar nur ehrenamtlich.

2.Die in dem Beitrag ebenfalls aufgestellte Behauptung, es gebe 20 führende Persönlichkeiten des BUND in den jeweiligen Bundesländern, die gleichzeitig in der Wind-Lobby angestellt seien und für diese arbeiteten, ist somit ersichtlich unwahr.

3.Ferner wird in dem Beitrag berichtet, dass der BUND hinsichtlich des geplanten Windparks Nordergründe zunächst geklagt habe und sich dann auf einen Deal eingelassen habe. Der Beitrag verschweigt jedoch, dass der BUND erreicht hat, dass die Zahl der geplanten Anlagen von ursprünglich 76 auf nur noch 18 verringert wurde. Der Redaktion war die Tatsache nachweislich bekannt, dass dank des Einsatzes des BUND die Zahl der Anlagen im Sinne des Naturschutzes drastisch reduziert wurde.

4.Zudem wird berichtet, Windkraftbefürworter im BUND hätten verheimlichen wollen, dass im Bereich der Windkraftanlage Fürfeld seltene Rotmilane gesichtet wurden. Unerwähnt bleibt jedoch, dass der BUND in seiner Stellungnahme zur dortigen Umweltverträglichkeitsprüfung ausdrücklich auf die Sichtung hingewiesen und spezielle Schutzmaßnahmen für den Rotmilan erreicht hat.

Wir bitten die benannten Tatsachen bei künftiger Berichterstattung zu berücksichtigen, erinnern an die journalistischen Sorgfaltspflichten und insbesondere an das journalistische Vollständigkeitsgebot und weisen schon jetzt darauf hin, dass wir mandatiert sind, ggf. bestehende presserechtliche Ansprüche zur Geltung zu bringen.

Dr. Steffen Bunnenberg Rechtsanwalt

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